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Ostholstein Ja zu Surferhütten und Bullis, Nein zum 22-Meter-Haus
Lokales Ostholstein Ja zu Surferhütten und Bullis, Nein zum 22-Meter-Haus
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13:56 14.03.2019
Nach dem Abriss der beiden Häuser wollte der Investor an dieser Stelle ein viergeschossiges Apartmenthaus mit rund 70 Wohnungen bauen. „Zu groß“, meint der Bauausschuss Fehmarn, außerdem will die Stadt ein Hotel. Quelle: Michael Kirchner
Fehmarn

Einen solchen Klotz, der etwa doppelt so hoch würde wie das links daneben stehende Hotel „Bene“, wollen Fehmarns Stadtväter am westlichen Burger Südstrand nun doch nicht haben. Und schon gar nicht als Apartmenthaus sondern – wenn überhaupt – als Hotel, nicht zuletzt auch wegen der entstehenden Arbeitsplätze. Schon der Tourismusausschuss hatte in seiner Sitzung diesem Vorhaben eines überaus aktiven fehmarnschen Bauherrn mit sieben zu vier Stimmen eine Absage erteilt. Noch eindeutiger fiel jetzt das Votum in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses im Burger Senator-Thomsen-Haus aus: Von den elf Mitgliedern stimmten acht mit Nein, nur einer mit Ja und zwei enthielten sich der Stimme. Damit gibt es zunächst erstmal keine Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes, der für diese Maßnahme notwendig wäre.

Doppelt so hoch wie „Bene“

Architekt Andreas Nagel vom Planungsbüro Ostholstein erläuterte zuvor im voll besetzten Saal des Thomsen-Hauses noch einmal die Pläne. Östlich des Hotels „Bene“, westlich der Wohnanlage „Strandburg“ und südlich des Großparkplatzes soll auf dem Grundstück, auf dem jetzt noch ein Reetdachhaus als früherer gastronomischer Betrieb und ein privates Wohnhaus stehen, ein vierstöckiges Apartmenthaus mit etwa 60 Wohnungen, Gastronomie und Läden entstehen. Hinzu kämen eine Tiefgarage und ein ebenerdiges Parkdeck, so dass mit einer Höhe von rund 22 Metern zu rechnen ist. „Doppelt so hoch wie der Nachbar ,Bene’“, führte Ausschussmitglied Martin Specht (CDU) aus. Wie er berechnet habe, sei die Wohndichte dieses Hauses fünf Mal so groß wie im Hotel zur Linken.

Auch ein Antrag von Hinnerk Haltermann (CDU), den Aufstellungsbeschluss zu modifizieren, den Begriff „Apartmenthaus“ zu streichen und das Planungsziel von „Vergrößerung des Baufensters“ in „Veränderung des Baufensters“ abzuändern, fand mit drei Ja-, fünf Nein-Stimmen und drei Enthaltungen keine Mehrheit. Nun wird neu geplant werden müssen.

Pläne für neuen Reisemobilplatz

Ganz anders aufgenommen wurde hingegen die Absicht einer jungen fehmarnschen Unternehmergruppe, östlich des Ortsteils Neue Tiefe an der Verbindungsstraße von der Strandstraße (ehemals Strandallee) nach Sahrensdorf einen Reisemobilplatz zu errichten. Wie Mandy Cronauge vom Bauamt ausführte, sollen zwischen 80 und 120 Stellplätze für Wohnmobile entstehen, dazu die nötigen Versorgungseinrichtungen. Günstig werde sich auch auswirken, dass sich westlich der geplante „Barfußpark“ anschließe.

Die Straße Richtung Sahrensdorf soll auf 4,75 Meter plus Fahrradweg ausgebaut werden. „Aus touristischer Sicht zu begrüßen“, lautete das Urteil des Ausschusses, der einstimmig grünes Licht für die Aufstellung eines entsprechenden B-Planes gab.

Mobile Schlafhütten für Surfer und ein Bulli-Parkplatz

Nicht einstimmig, aber mit sieben Ja-, zwei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen noch überwiegend positiv aufgenommen wurde der Plan eines Investors, östlich der vorhandenen Bebauung der Ortschaft Gold die „Gold Lodges“ einzurichten, ein Angebot für Surfer mit 21 mobilen Schlafhütten, einem großen Parkplatz für Bullis (VW-Busse) und einem Gemeinschaftsgebäude. Obwohl hier seitens einiger Ausschussmitglieder davor gewarnt wurde, einen weiteren Campingplatz auf Fehmarn einzurichten, fand das Projekt Zustimmung.

Grünes Licht gab es auch für zwei große Straßenbauvorhaben: Mit einem Aufwand von rund einer Million Euro soll der Verbindungsweg von Wenkendorf nach Teichhof auf 3,50 Meter Asphaltbreite ausgebaut werden.

Der Verbindungsweg vom Albertsdorfer Kreuz in die Ortschaft Strukkamp soll auf 4,75 Meter Asphaltbreite gebracht werden, die Kosten werden etwa 400 000 Euro betragen. Als wichtig wurde dabei unterstrichen, dass am Ortseingang Strukkamp eine bauliche Entschleunigungsvorrichtung eingeplant werden müsse.

Michael Kirchner

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