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Ostholstein Neue Hundesteuer vergrätzt Jäger
Lokales Ostholstein Neue Hundesteuer vergrätzt Jäger
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18:04 29.11.2018
Privatleute, die Jagdhunde halten, sollen künftig keine Steuermäßigung mehr genießen – so sieht es momentan der Entwurf der neuen Hundesteuersatzung in Eutin vor. Quelle: kg
Eutin

Die Hundesteuer ist immer ein heißes Eisen. Das erlebte auch der Eutiner Hauptausschuss, der eigentlich in seiner jüngsten Sitzung eine neue Satzung dazu beschließen wollte. Nach erheblichen Protesten mehrerer Jäger und Hundehalter, allen voran Heiko Godow (CDU), wurden Beratungen darüber ins kommende Jahr verschoben. Godow monierte, dass für von Privatpersonen gehaltene Jagdhunde künftig Steuerermäßigungs- und Befreiungsregelungen entfallen sollten, da nach Ansicht der Stadt kein überwiegendes öffentliches Interesse vorhanden sei.

Gesetz verlangt denEinsatz von Jagdhunden

Er zitierte aus dem Landesjagdgesetz: Die Jagd soll „breiten Schichten, insbesondere der örtlichen Bevölkerung, offenstehen“. Sie sei kein exklusives Hobby von Großverdienern. Bei der Such-, Drück- und Treibjagd, bei der Jagd auf Wasserwild sowie bei der Nachsuche auf Schalenwild verlangt das Gesetz den Einsatz von Jagdhunden. „Das ist also kein Zeitvertreib, sondern vom Gesetz vorgeschrieben“, betonte Godow. Andere Jäger berichteten von häufigen Nachsuchen nach Wildunfällen im Straßenverkehr. Das sei ohne Hund nicht zu machen. Der Wüstenfelder Revierförster Alexander Decius sprach von überhöhten Wildzahlen. „Um vernünftig jagen zu können, brauchen wir deshalb auch private Hunde, nicht nur die von Landesbediensteten.“ Allein in seinem Revier gebe es zehn Jagdhunde von privaten Haltern, die zur Jagd benötigt würden, argumentierte er.

Heiko Godow legte dem Ausschuss nah, die geplanten Änderungen zu überdenken. Da eine neu gefasste Satzung für die Verabschiedung des Haushalts 2019 nicht entscheidend ist, können die Fraktionen darüber nochmals in Ruhe beraten.

Ulrike Benthien

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