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Ostholstein Jeder dritte Schüler verlässt die Inselschule mit Abitur
Lokales Ostholstein Jeder dritte Schüler verlässt die Inselschule mit Abitur
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18:30 02.07.2016
„Abwanderungstendenzen hat es bei uns nicht gegeben.“Michaela Krohn, Leiterin der Inselschule

Burg a. F. Strahlende Gesichter bei den frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten der Inselschule in Burg auf Fehmarn. Sie gehören zum ersten Jahrgang, der die Inselschule als Gemeinschaftsschule mit Abitur verlässt. Im Gespräch mit den Lübecker Nachrichten zog jetzt Schulleiterin Michaela Krohn Bilanz.

Lübecker Nachrichten: Der erste Abitur-Jahrgang verlässt jetzt die Inselschule. Welche Erfahrungen haben Sie mit diesem Jahrgang im Vergleich zur damaligen gymnasialen Oberstufe gemacht?

Michaela Krohn: Der frühere Anteil von Abiturienten an einem Jahrgang betrug gerade einmal 17 Prozent. Das hat uns gezeigt, dass an dieser Schulform etwas verändert werden musste. Jetzt sind es rund 30 Prozent, die mit dem Abitur in der Tasche die Inselschule verlassen.

Worauf führen Sie diesen Erfolg im Wesentlichen zurück?

Krohn: Der Weg zum Abitur ist länger offen und bietet damit zum Beispiel auch „Spätzündern“ noch die Möglichkeit, zum Abitur durchzustarten. Bei der damaligen Schulform mit Haupt- und Realschule sowie dem Gymnasium waren die Wege viel stärker vorgezeichnet und weniger durchlässig.

Hat die Inselschule mit dem Wechsel vom Gymnasium zur Gemeinschaftsschule mit Oberstufe an Renommee bei den Eltern verloren?

Krohn: Nein. Es gab in den ersten Jahren nur wenige Eltern, die aus Protest ihr Kind an eine andere Schule geschickt haben. Der Anteil lag bei rund einem Prozent, was in etwa ein bis zwei Schüler pro Jahr entspricht. Abwanderungstendenzen hat es bei uns nicht gegeben.

Hat die neue Schulform auch eine soziale Komponente?

Krohn: Auf jeden Fall. Das gemeinsame Lernen in Klassenverbänden hat Unterschiede stark nivelliert. Wenn man heute über den Schulhof geht, kann niemand mehr sagen, wer wohl wo beschult wurde.

Damit ist die Stigmatisierung von Schultypen und damit auch die der Schüler weggefallen.

Gibt es noch weitere Vorteile dieser Schulform?

Krohn: Es ist offensichtlich, dass deutlich weniger Schüler als in früheren Jahren die Schule ohne einen Schulabschluss verlassen. Dementsprechend sind damit auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt gestiegen.

Interview: Thomas Klatt

LN

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