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Ostholstein Jörg Reimann ist neuer Pastor in Lensahn
Lokales Ostholstein Jörg Reimann ist neuer Pastor in Lensahn
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20:22 17.12.2015
Am Sonntag wird Pastor Jörg Reimann ins neue Amt eingeführt. Quelle: ibu

Pastor Kai Sagawe hat einen neuen Kollegen und die über 5000 Mitglieder starke Evangelische Kirchengemeinde Lensahn einen neuen Pastor: Jörg Reimann. „Neben mir liegt erwartungsvoll der Kalender für 2016 mit noch vielen leeren Seiten“, begrüßt der 51-Jährige die Menschen im aktuellen Gemeindebrief. In den vergangenen zwei Wochen haben diese Seiten sich bereits langsam gefüllt, Anfang Dezember hat er seine Arbeit aufgenommen.

„Der Wunsch meiner Familie hat sich erfüllt, Weihnachten bereits in Lensahn zu feiern“, gesteht er. Denn das Bewerbungsverfahren hat Monate gedauert, ausgeschrieben wurde die Stelle im Sommer. Einen ersten Eindruck hat er gewonnen, als er sich unbekannterweise unter die Besucher mischte, als der St.-Katharinen-Kindergarten Anfang Juli 40-jähriges Bestehen feierte. „Da hab ich mich ein kleines bisschen in den Ort verliebt“, sagt er. „Ich wollte gern in eine Kleinstadt. Lensahn ist für mich eine Kleinstadt, auch wenn dieser Status nicht wirklich gilt“, sagt Reimann. „Ich liebe es, wenn man die Menschen kennt; Amt, Ärzte, Geschäfte und Vereine direkt vor der Haustür liegen.“ Zuvor war er fast 14 Jahre lang Pastor auf Sylt.

Schwerpunkt seiner Arbeit in Lensahn und den umliegenden Orten ist unter anderem die Jugendarbeit: Es gilt, die restliche Zeit der aktuell 60 Konfirmanden zu gestalten. „Ich freue mich auch total auf den Kindergarten“, sagt Jörg Reimann. Die Möglichkeit, mit Kindern Feste und Gottesdienste zu gestalten, hatte er vorher selten. Auch der „Gottesdienst in besonderer Form“, der sich am letzten Sonntag des Monats etabliert hat, hat sein Interesse geweckt. Dieser wird modern gestaltet und bietet den Menschen mehr Gelegenheit mitzumachen.

Sein Glaube, sagt er, ist geprägt von volkskirchlichem Christentum und von den Kirchentagen. „Während ich im Studium begeistert auf die Suche nach den Spuren des historischen Jesus gegangen bin, ist mir inzwischen der Jesus wichtiger, der als Mensch gezeigt hat, dass wir es schaffen können zu leben, wie Gott es sich auf dieser Welt vorgestellt hat. Mit den Fähigkeiten, die wir bekommen haben, können wir zwischen Gut und Böse unterscheiden: Wir alle haben die Möglichkeit zu lieben oder zu zerstören. Wir können uns entscheiden Grenzen zu überwinden, Vorurteile abzubauen, Frieden zu halten, zu lieben, heilend zu wirken und sogar endgültige Trennungen wie den Tod zu überwinden.“ Wichtig ist ihm Kraft durch innere Ruhe zu vermitteln. „Das brauchen wir in dieser schnellen Zeit. Genauso wie andere Kulturen es leben, haben wir das in den christlichen Methoden auch. Wir müssen es nur wiederentdecken.“

An diesem Sonntag, 20. Dezember, wird Pastor Jörg Reimann durch Propst Süssenbach in sein neues Amt in der Kirchengemeinde Lensahn eingeführt. Der Gottesdienst beginnt um 14 Uhr in der St.-Katharinen-Kirche zu Lensahn. Erwartet werden auch Gäste von Sylt. Der anschließende Empfang findet im Gemeindehaus statt.

Pastor Rüdiger Fuchs war im Januar nach fast 21 Jahren verabschiedet worden und hat seinen Dienst im Februar in Grube fortgesetzt. Im Zuge des Wechsels ist das Pastorat in Lensahn renoviert worden, die Fenster sind energetisch verbessert sowie der Eingangs- und Bürobereich umgestaltet worden.

Zur Person
Jörg Reimann ist östlich von Hamburg aufgewachsen, hat Theologie studiert und ist Vater von drei Töchtern. Seit 2002 war Reimann in der St.-Severin-Gemeinde in Keitum, im Pfarrbezirk Tinnum, tätig. Während eines Urlaubs vor einigen Jahren starb seine Frau Heike völlig unerwartet. Ein neues Glück kam mit Anja in sein Leben, die ein ähnliches Schicksal erlebt hat.
Inzwischen sind sie seit zwei Jahren verheiratet und freuen sich auf den neuen Lebensabschnitt.

Reimann liebt Musik, besonders neuere Kirchenlieder, spielt Gitarre und wandert gern: meistens im Mittelmeerraum, aber im vergangenen Jahr während einer dreimonatigen Sabbatzeit zum ersten Mal im Himalaya in Nepal.
„Neben mir liegt erwartungsvoll der Kalender mit noch vielen leeren Seiten.“
Jörg Reimann

Irene Burow

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