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Ostholstein Jubiläum in Oldenburg: „100 Jahre für die Bildung“
Lokales Ostholstein Jubiläum in Oldenburg: „100 Jahre für die Bildung“
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19:12 20.05.2016
VHS-Leiter Michael Kümmel und Adrienne Rausch, Koordinatorin des ostholsteinischen Alphabetisierungs-Projektes. Quelle: Binder

„Wie wähle ich?“ Würde solch ein Kurs heute angeboten, „würde ich da alleine sitzen“, sagt Michael Kümmel, Leiter der Volkshochschule (VHS) Oldenburg. Doch in der Anfangszeit der Einrichtung war die Nachfrage nach diesem Angebot da – genauso wie beispielsweise nach Seminaren zu amerikanischer Literatur.

1946, direkt nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde die VHS Oldenburg gegründet. Heute feiert sie mit geladenen Gästen ihr 70-jähriges Bestehen. Und weil zudem der 30. Geburtstag des – aus ESF- und Landesmitteln finanzierten – Alphabetisierungs-Projektes in Ostholstein dazu kommt, steht die Veranstaltung unter dem Motto „100 Jahre für die Bildung“.

Michael Kümmel und sein Team haben das Jubiläum zum Anlass genommen, noch einmal die alten Programmhefte hervorzuholen. Oder den „Arbeitsplan, wie es auf dem Faltblatt von 1952 noch heißt – der ältesten archivierten Ausgabe. „Falls jemand noch ältere Programme hat, würden wir uns natürlich sehr freuen, wenn er sich bei uns meldet“, so Kümmel.

Beim Blättern durch die alten Ausgaben wird deutlich: Die Angebote von früher haben mit den heutigen nicht das Geringste gemein. „Die Nachfrage ändert sich stetig – das gilt auch jetzt noch“, bestätigt Kümmel. Die VHS müsse „kreativ bleiben und mit der Zeit gehen“, betont er. Nicht nur die Neugier aus der Nachkriegszeit auf bis dato verbotene Literatur sei längst passé. Auch das aktuelle Programmheft müsse von Jahr zu Jahr angepasst werden, erzählt der VHS-Leiter, der auch ausgefalleneren Ideen offen gegenübersteht: So gab es unter seiner Leitung (mittlerweile ist er seit 25

Jahren dabei – Jubiläum Nummer drei sozusagen) beispielsweise ein Flirt-Seminar, an das er sich „noch sehr gut erinnern“ könne, wie er lachend sagt. Genau wie an den ersten Akt-Zeichenkurs, bei dem ihm Kritiker vorgeworfen hätten, „irgendwelche Schweinereien“ anzuzetteln.

Die Lernkultur habe sich ebenfalls komplett verändert, erzählt Kümmel. Erst in den 70er Jahren habe sich der Trend zu den jetzigen Kursstrukturen entwickelt – bis dahin sei das Angebot von Vorträgen geprägt gewesen.

Eine Konstante gibt es dennoch bei der VHS: die Programmhefte. Im Zeitalter des Internets wird laut Kümmel noch immer die Hälfte der Kursteilnehmer über die gedruckten Ausgaben erreicht. Die Bedeutung der Hefte ist damit über die Jahre geblieben – auch wenn der Inhalt ständig wechselt.

jen

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