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Ostholstein Jubiläums-Empfang weckt Emotionen
Lokales Ostholstein Jubiläums-Empfang weckt Emotionen
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21:12 19.06.2017
Zum 50-jährigen Jubiläum gab es ein Familienfoto mit dem Wulfener Maskottchen (v. l.): Birgit und Volker Riechey, Hella Riechey sowie Malte und Svea Riechey. Quelle: Fotos: Schwennsen
Wulfen a. F

Es war ein öffentliches Ereignis. Und zugleich ein Familien-Jubiläum, das große Emotionen weckte. Ein halbes Jahrhundert Riechey Freizeitanlagen am Wulfener Hals: Am Wochenende sind die mehrtägigen Feierlichkeiten im Camping- und Ferienpark ausgeklungen.

50 Jahre Riechey Freizeitanlagen am Wulfener Hals – Unternehmer-Familie in dritter Generation.

Der Jubiläums-Empfang als ein Highlight begann geradezu symbolisch. Drei Generationen einer Familie begrüßten die geladenen Gäste, darunter sichtlich gerührt Hella Riechey, die mit ihrem verstorbenen Ehemann Gustav vor 50 Jahren den Betrieb aufgebaut hat.

Ein Gruppenfoto mit dem bunten, lebensgroßen Maskottchen – so viel Zeit musste vor dem offiziellen Part schon sein. Welcher Standort wäre fürs Fotoshooting besser geeignet gewesen als die Stellwände mit der historischen Zeitreise bis weit zurück in die bescheidenen Anfänge des Campingplatzes, der heute beständig zu den Top-Plätzen Europas zählt.

50 Jahre Wulfener Hals: Nur die Älteren können sich noch an die Zeit davor erinnern. Es gab ein Jugendzeltlager des DRK, die Zuwegung war vergleichsweise abenteuerlich. In der Ferne wurde die Fehmarnsundbrücke gebaut und 1963 eröffnet. 1967 kamen Gustav und Hella Riechey, die in Peine einen Landgasthof betrieben und passionierte Camper waren, auf die Insel.

Der Neustart war nicht einfach. Geregelte Wasserversorgung oder Stromanschluss? Fehlanzeige. Konsequent bauten sie den Platz immer weiter aus, betrieben die erste Gaststätte „Fischerklause“ sogar noch selbst. Sohn Volker Riechey erinnerte an den ersten Einlaufsladen, den seine Mutter selbst führte: „Immer wieder hat sie später erzählt, dass sie täglich 24 Torten und bis zu 5000 Brötchen verkaufte.“

Heute werden am Wulfener Hals im Jahresschnitt rund 60 Mitarbeiter beschäftigt, im Sommer in der Hauptsaison über 125. Dazu kommen noch die Partnerunternehmen wie Surf- oder Tauchschule. Carsten Micheel (WV) als Vertreter der Stadt Fehmarn, der schon als Gemeindevertreter in Landkirchen den Ausbau des Camping- und Ferienparks jahrzehntelang politisch begleitet hat, betonte: „Dieser Betrieb ist ein großer Arbeitgeber auf Fehmarn und trägt dabei eine hohe soziale Verantwortung.“

Micheel und andere Festredner rühmten den „Eventurlaub“, den die Familie Riechey – nach dem Vorbild des Cluburlaubes – auf die Insel geholt habe. Mit Live-Musik, Shows und Gästeanimation, mit Sport, Surfen und Tauchen, schließlich mit dem Golfplatz. Inzwischen werden zudem über 200 Mietobjekte betrieben, darunter seit 2016 der frühere „Grüne Jäger“ in Avendorf. Malte Riechey, an der Seite seines Vaters Volker Geschäftsführer, scherzte: „Wir können auch Hotel!“ Eigentlich kein Wunder: 1924 hatte der Urgroßvater in Peine einen Landgasthof übernommen.

Die führende Rolle des Wulfener Hals im Campingtourismus, der der seit Jahren bundesweit Zuwächse verzeichnet, würdigte der Präsident des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland (BVCD).

Auch er fand eine besondere persönliche Note – kein Wunder: Dr. Gunter Riechey ist der Zwillingsbruder von Volker Riechey.

Ökologie und Politik

Zur Familie Riechey gehört auch ein starkes Umweltengagement. Ökologische Aspekte spielen im Betrieb eine maßgebliche Rolle, Volker Riechey ist seit vielen Jahren Mitglied des Umweltrates Fehmarn.

Aktionen gegen den Belttunnel gab es öfter am Wulfener Hals. Das ist kein Zufall: Weil sich Verkehrslärm und Natururlaub ihrer Ansicht nach beißen, engagiert sich die Unternehmerfamilie im Aktionsbündnis.

Gerd-J. Schwennsen

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