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Ostholstein Jugendbeirat soll im Mai gewählt werden
Lokales Ostholstein Jugendbeirat soll im Mai gewählt werden
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20:10 24.03.2017
Heiligenhafen

Die Politik kann auch sachlich und respektvoll tagen. Nach den Streitereien in den vergangenen Wochen verlief die jüngste Sitzung der Stadtvertreter wohltuend sachlich. Und das, obwohl Bürgermeister Heiko Müller (parteilos) gleich zu Beginn der Sitzung einen Reizpunkt gesetzt hatte.

Im Nachschlag zu der Diskussion um Anwaltskosten (zur Erinnerung: Manfred Wohnrade hatte gegen den Bürgermeister geklagt) erklärte Müller: „Die Stadtvertretung hat beim Thema Stromkonzession Klagekosten in Höhe von 328000 Euro verursacht. Darüber hat niemand je gesprochen.“ Stadtrat Stefan Karschnick (CDU) antwortete hierauf nur, es sei damals im Interesse der Stadt gehandelt worden.

Monika Rübenkamp (SPD) verkniff sich, obschon sie kurz den Arm gehoben hatte, dann doch einen Kommentar. So konnte ohne weitere Emotionen in der Tagesordnung fortgefahren werden. Beschlossen wurde die politische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Form eines Jugendbeirats. Dieser soll laut Joachim Schmidt-Uwis (BfH) im Mai gewählt werden. Die Satzung sei von den Jugendlichen erarbeitet worden. Ein weiterer Beschluss (einstimmig): Der Gustav- Frenssen-Weg heißt künftig Thomas-Mann-Weg. Die beiden weiteren Straßennamen, die nach Schriftstellerinnen mit nationalsozialistischen Hintergrund benannt sind, bleiben erhalten. Kuno Brandt aus der Verwaltung erklärte dazu: „Die Schilder werden nicht von heute auf morgen ummontiert.“ Auch würden die erklärenden Legenden für die beiden anderen Straßen noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Beim letzten Tagesordnungspunkt meldete sich Dr. Theo Siebel (SPD) zu Wort. An Bürgermeister gerichtet sagte Siebel, er distanziere sich von den beleidigenden Aussagen Müllers zum Thema Holzbuhnen gegenüber einem Heiligenhafener Bürger (LN berichteten). „So geht man nicht in der Politik und schon gar nicht mit den Bürgern um.“ Dafür erntete Siebel Applaus. Allerdings verpasste es Siebel in diesem Zusammenhang, sich auch von seinem Parteigenossen Poppendiecker zu distanzieren. Der hatte zuletzt eine Ehepaar bei der Einwohnerfragestunde als „Querulanten“ bezeichnet und beim Thema Hochwasserschutz das Büro Wald & Kunath beleidigt . . .

pm

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