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Ostholstein Jugendbeteiligung? Kritik am Grünen-Vorschlag
Lokales Ostholstein Jugendbeteiligung? Kritik am Grünen-Vorschlag
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22:14 19.05.2016

Im Prinzip, so war auf der Sitzung des Eutiner Schulausschusses mehrfach zu hören, wolle man ja dasselbe. Mehr Jugendbeteiligung auf dem Feld der Kommunalpolitik nämlich. Zweimal jährlich dafür als reiner Jugendausschuss mit darauf ausgerichteten Themen zu tagen, wie es die Fraktion der Grünen in einem Antrag vorbrachte, das schien der Mehrheit der Ausschussmitglieder allerdings kein richtiger Schritt in diese Richtung. Zu komplex sei der Antrag, so Malte Kuhr von der CDU. Seine Fraktion wünsche sich einen Jugendbeauftragten, der, vergleichbar den Senioren- und Behindertenbeauftragten, an Sitzungen teilnehme und die Positionen der Jugendlichen vertrete. Damit aktiviere man lediglich politisch interessierte Gymnasiasten, hielt Christiane Balzer (Grüne) dem entgegen. Ziel ihrer Fraktion sei jedoch, alle mitzunehmen und auch denen Gelegenheit zur Teilhabe zu bieten, die ihr Anliegen politisch diskutiert sehen wollten, ohne sich auf lange Sicht zu verpflichten. Ein Argument, das auch gegen den Ansatz von Hanjo Iwanowitsch (SPD) sprach, der davon ausging: „Wenn man sich beteiligen will, beteiligt man sich!“

Er gab einer projektbezogenen Jugendbeteiligung den Vorzug und nannte als Beispiel die Planung der Landesgartenschau. „Das steht doch nicht im Widerspruch zu unserem Antrag. Die projektbezogene Jugendbeteiligung soll natürlich weiterhin stattfinden. Die Frage ist doch: Wollen wir uns wirklich auf den Weg machen und sagen: Zweimal im Jahr machen wir einen Jugendausschuss?“, so Balzer.

Für die Tagesordnung eines solchen Ausschusses, so heißt es im Antrag, sollen Kinder und Jugendliche sowie Institutionen befragt und die junge Zielgruppe explizit eingeladen werden. Eine endgültige Abstimmung wurde auf eine nächste Sitzung vertagt. Dazu sollen dann auch Johanna Wester als Leiterin des Eutiner Jugendzentrums und Andreas Adler, der Verantwortliche für das Jugendparlament in Neustadt, eingeladen werden. Ein solches, regelmäßig tagendes Parlament schien Christiane Balzer in Eutin (noch) nicht realisierbar. „Wir sollten erstmal kleine Brötchen backen“, regte sie an. Und während Matthias Rachfahl (CDU) sich bereits über den Austausch an sich erfreut zeigte: „Ich sehe das heute hier alles sehr positiv“, verband sich für Balzer damit die Befürchtung, dass dem nichts folgen könnte: „Ich habe bei all den Ideen große Sorge, dass es im Sande verläuft“, sagte sie. Es wäre nicht das erste Mal. . .

Astrid Jabs

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