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Ostholstein So trainiert der Feuerwehrnachwuchs
Lokales Ostholstein So trainiert der Feuerwehrnachwuchs
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22:56 05.12.2018
Der Neustädter Feuerwehrnachwuchs in Aktion. Quelle: Sebastian Rosenkötter
Neustadt

 Eine Flamme schießt in den Himmel. Windböen peitschen die heiße Luft hin und her. Im Hintergrund dröhnt der Generator eines Löschfahrzeugs. Scheinwerfer erhellen die Szenerie. Innerhalb kürzester Zeit haben die vier jungen Neustädter Feuerwehrmänner den Schlauch ausgerollt. Das Wasser spritzt. Die Jungs aus der Jugendabteilung wissen genau, was sie machen müssen. Übungen wie die geschilderte erleben sie regelmäßig. Viele der Nachwuchsehrenamtler wollen, sobald sie volljährig sind, in den aktiven Dienst übertreten.

Die wichtigste Nachwuchsquelle

15 Minuten zuvor stehen 22 Mädchen und Jungen vor dem Gerätehaus. Das Thermometer zeigt ein Grad Celsius an. Der Wind ist eisig. Der 13-jährige Leif hält eine Liste in seinen Händen, ruft Nachnamen auf. Wer ist da, wer fehlt? So beginnt der Übungsdienst. Die Jugendabteilungen im Kreis Ostholstein sind die wichtigste Nachwuchsquelle für die Freiwilligen Feuerwehren. Ohne sie sähe es in vielen Gemeinden mau aus.

Umso besser, dass die großen roten Fahrzeuge mit den Blaulichtern auf Kinder so faszinierend wirken. So ist es auch Fredrik ergangen. Der 16-Jährige ist seit sechseinhalb Jahren dabei. „Ich wollte unbedingt zur Wehr und freue mich immer riesig auf den Dienst“, schwärmt er. „Das ist ein Ehrenamt, das man gerne macht.“ Besonders begeistern ihn die Fahrten mit den Einsatzfahrzeugen. „Man kann nicht übersehen werden, hat einen Blick über die Stadt und kleine Kinder winken einem zu. Das alles ist ein schönes Gefühl“, sagt der Jugendliche. Auch sei es gut, dass junge Neustädter von verschiedenen Schulen zusammenkämen und sich kennenlernen würden.

Faszination Feuerwehr

Jannik (16) ist vor drei Jahren zur Truppe gekommen. Ausschlaggebend war die Technik. Er mag es mit den Pumpen zu arbeiten, die verschiedenen Aggregate kennenzulernen und mit der Rettungsschere zu üben. Vom Feuerwehrfieber gepackt ist auch Leif. „Wer wollte als kleines Kind nicht mit einem Feuerwehrauto fahren. Es ist groß und hat Sonderrechte“, sagt der 13-Jährige. Besonders schätzt Leif die Kameradschaft und dass man als Team agieren muss. Zudem betont er, dass man keine Angst vor Feuer haben dürfe. Respekt sei aber wichtig.

Dass er diesen hat, lässt sich bei der Übung auf dem Feuerwehrgelände beobachten. Gekonnt geht Leif mit einem Feuerlöscher gegen Flammen vor. Ein Knie ist auf dem Boden. „So ist es richtig“, ruft Jugendfeuerwehrwart Alexander Wengelewski. Kurz darauf bauen die Nachwuchsretter eine Leiter zusammen, sichern sie mit Seilen. In kürzester Zeit lehnt die Konstruktion an einem Balkon. Die Handgriffe sitzen.

Drillmäßige Übungen für den Ernstfall

Viele Dinge, wie das Ausrollen von Schläuchen, das Tragen von Leitern und das Bedienen von Feuerlöschern üben die Jugendlichen immer wieder. „Das ist schon drillmäßig“, sagt Wengelewski. Dies mache nicht immer Spaß, sei aber wichtig. Schließlich müssten Feuerwehrleute diese Dinge im Ernstfall und unter enormen Stress abrufen können. Deshalb gebe es neben den Übungstreffen sowie Ausflügen und gemeinsamen Pizza-Abenden auch einen sportlichen Teil. „Die sollen fit sein“, sagt Wengelewski. So wie es ausschaut, braucht er sich keine Sorgen zu machen. Der Nachwuchs ist bereit und einige der Jugendlichen werden schon bald bei echten Bränden und Unfällen vor Ort sein und anderen Menschen helfen.

Ein Besuch bei der Neustädter Jugendwehr

„Hilfe im Advent“: Jetzt spenden

Für die LN-Aktion „Hilfe im Advent“ sammeln wir in diesem Jahr für die Kinder- und Jugendabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren. Spenden können auf dieses Konto bei der Sparkasse Holstein überwiesen werden.

Kontoinhaber: Kreisfeuerwehrverband Ostholstein

Stichwort (wichtig!): Hilfe im Advent

IBAN:DE20 2135 2240 0076 3306 46

BIC:NOLADE21HOL

Sebastian Rosenkötter

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