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Ostholstein Jugendherberge: Kritik an Entwürfen
Lokales Ostholstein Jugendherberge: Kritik an Entwürfen
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18:04 05.12.2018
Die Jugendherberge Scharbeutz in der Strandallee. Zum Gelände gehören auch Zelte, von denen einige nach den derzeitigen Plänen weichen würden. Quelle: Beke Zill
Scharbeutz

Zehn Zelte sollen weichen, dafür zwei neue Gebäude entstehen. Die Vorentwürfe zur Erweiterung der Jugendherberge an der Scharbeutzer Strandallee sind bisher im Bauausschuss der Gemeinde auf wenig Gegenliebe gestoßen. Zu teuer seien die dort geplanten Übernachtungen, zu groß die Angst, dass künftig keine Schulklassen und Jugendgruppen mehr kommen würden. (die LN berichteten). Am Mittwochabend sollten nun zwei Vertreter des Jugendherbergswerks die Vorentwürfe vor dem Ausschuss erklären. Im Ergebnis mit eher mäßigem Erfolg.

„Der größte Teil der Gruppenzelte soll erhalten bleiben“, sagte Helmut Reichmann, Geschäftsführer vom Deutschen Jugendherbergswerk, Landesverband Nordmark. Und die Zielgruppe sei ohnehin unstrittig, bekräftigte seine Kollegin, Vereinsvorsitzende Angela Braasch-Eggert. Jugendherbergen würden sich immer an Schulklassen, Kinder und Jugendliche richten. Offenbar habe auch das Wort „Appartement“ in den Vorentwürfen für Missverständnisse gesorgt, sagte Reichmann. Geplant seien lediglich Mitarbeiter-Appartements, keine Appartements für zahlende Gäste. „Ohne dieses Angebot ist es schwierig, Mitarbeiter für eine Saison zu halten“, sagte der Geschäftsführer.

Gebäude zu massiv, Verdichtung am Strand kritisiert

Viele Ausschuss-Mitglieder störten sich dennoch weiter an den Plänen. Die Gebäude finde er zu massiv, sagte beispielsweise Jens Teschke von der WUB. Auch der Plan, im Erdgeschoss Garagen für Autos unterzubringen, wurde von Mitgliedern mehrerer Fraktionen hinterfragt. Die Zeltplatz-Atmosphäre könnte verloren gehen“, sagte Renate Sonntag (Grüne). Manfred Behrens (CDU) kritisierte die Pläne noch in einem anderen Zusammenhang: der Schließung der Jugendherberge in Klingberg. „Gewollt ist eigentlich eine Entzerrung der Übernachtungen in der Strandregion und gleichzeitig eine Verlagerung in die Dörfer hinein.“ Die Schließung der Klingberger Herberge und der Umbau an der Strandallee passten dazu nicht.

Doch: „Es gibt keinen Weg zurück zur Jugendherberge Uhlenflucht“, stellte Helmut Reichmann klar. Das Haus sei wirtschaftlich nicht mehr tragbar gewesen, die Kosten zur Sanierung wären einem Neubau gleichgekommen. Umso wichtiger sei es, sagte Jürgen Brede (SPD), den Standort in Scharbeutz zu erhalten. Die Vorentwürfe wurden dennoch nicht gebilligt. Die Planer sollen umdenken, die Fraktionen sollen dazu Vorschläge einreichen.

Luisa Jacobsen

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