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Ostholstein Jugendherbergen im Norden: 1,1 Millionen Übernachtungen
Lokales Ostholstein Jugendherbergen im Norden: 1,1 Millionen Übernachtungen
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18:27 11.06.2016
Vor 50 Jahren gab es den ersten Gast in der Jugendherberge Burg. Heute pulsiert dort das Leben, hier eine Bremer Schülergruppe. Quelle: Fotos: Schwennsen

Früher prägten Strohbetten, Zehn-Bett-Zimmer, Hagebutten-Tee und mitunter strenge Herbergseltern das Bild der Jugendherbergen. „Doch das war einmal“, so Helmut Reichmann, Geschäftsführer im Landesverband Nordmark. Heute setzen die 46 Häuser zwischen Cuxhaven, Fehmarn und Nordfriesland auf höhere Standards sowie zunehmend auf ökologische Nachhaltigkeit und Inklusion.

„Die Jugendherbergen sind heute moderne Freizeit- und Bildungsstätten.“Landesvorsitzende Angela Braasch-Eggert
„In Burg haben zwei Herbergsfamilien das Haus 50 Jahre geleitet.“Kreisvorsitzende Heike Petersen
„Die Jugendherbergen sind heute moderne Freizeit- und Bildungsstätten.“Landesvorsitzende Angela Braasch-Eggert

Der Landesverband Nordmark

14 Orts-und Kreisverbände gehören zum Landesverband Nordmark: Cuxhaven, Dithmarschen, Hamburg, Kiel, Herzogtum Lauenburg, Lübeck, Nordfriesland, Ostholstein, Plön/Neumünster, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Flensburg, Segeberg, Stade und Steinburg/Pinneberg.

Ihr Angebot umfasst 46 Jugendherbergen mit insgesamt 8053 Betten.

„Sie sind in allen wichtigen touristischen Regionen vertreten und heute moderne Freizeit- und Bildungsstätten mit einem breiten Angebot für Gäste aus aller Welt“, unterstrich gestern Vorsitzende Angela Braasch-Eggert in Burg. Dort fand in der Inselschule Fehmarn die Hauptversammlung des über 195000 Mitglieder zählenden Landesverbandes statt. Nicht ganz zufällig – denn es gibt ein 50-jähriges Jubiläum zu feiern. Die Jugendherberge Burg begrüßte am 1. Juni 1966 ihren ersten Gast.

Die Nordlichter sind – nach Bayern und Baden-Württemberg – die drittstärkste Kraft im Bundesverband mit mehr als 2,4 Millionen Mitgliedern. 488 Häuser mit 72 782 Betten verbuchten 2015 in Deutschland 10,2 Millionen Übernachtungen.

Dank der Top-Lage an Nord- und Ostsee können sich die Häuser im Norden weiterhin gut gegen die zunehmende Konkurrenz durch Hostels und andere Billig-Angebote behaupten. 2015 gab es über 1,1 Millionen Übernachtungen.

Mit fünf Häusern an vier Standorten nehmen Ostholsteins Jugendherbergen eine starke Rolle ein, so die Kreisvorsitzende Heike Petersen. Alle Standorte mit zusammen 833 Betten (sowie Zeltplätzen in Scharbeutz) legten mit 151000 Übernachtungen (plus 0,37 Prozent) leicht zu. Nur in Scharbeutz-Strandallee wird ein „Renovierungsstau“ beklagt.

Die genauen Zahlen für die einzelnen Standorte nennt der gestern vorgelegte Geschäftsbericht. Bad Malente: 196 Betten, 24 417 Übernachtungen (plus 2,61 Prozent); Dahme: 144 Betten, 21 099 Übernachtungen (plus 2,48 Prozent); Burg auf Fehmarn: 150 Betten, 25861 Übernachtungen (plus 4,48 Prozent); Scharbeutz-Strandallee: 183 Betten, 52341 Übernachtungen (minus 5,07 Prozent);

Scharbeutz-Uhlenflucht: 160 Betten, 27261 Übernachtungen (plus 0,91).

Aber es gibt noch Wünsche. Ostholsteins stellvertretende Kreispräsidentin Bärbel Seehusen (SPD) erinnerte an Pläne, in Eutin 2016 wieder eine Jugendherberge zu bauen. Braasch-Eggert zu den laufenden Verhandlungen: „Schon vorher bis zur Landesgartenschau ist es vor allem aus finanziellen Gründen gescheitert.“

Eine starke Rolle nahm der Rückblick auf die Wintermonate ein. Viele Jugendherbergen haben nicht geschlossen, sondern monatelang Flüchtlinge aufgenommen, darunter Burg und Scharbeutz. Dafür dankte Fehmarns stellvertretender Bürgermeister Werner Ehlers (CDU). Insgesamt gab es 2015 im Landesverband rund 11000 Übernachtungen durch Flüchtlinge, darunter 3000 von unbegleiteten minderjährigen Ausländern.

Angestrebt wird weiter ein Zusammenschluss mit dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Am Nachmittag besuchten die Delegierten einen Ort, der bei fast allen Fehmarn-Jugendherbergs-Gruppen auf dem Programm steht: das Wasservogelreservat Wallnau.

Gerd-J. Schwennsen

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