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Ostholstein Jugendliche machen Politik – jetzt auch in Heiligenhafen
Lokales Ostholstein Jugendliche machen Politik – jetzt auch in Heiligenhafen
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20:22 12.11.2016
Die Jugendlichen haben viele Ideen, wollen Inklusion fördern, aber auch einfach Spaß haben.

unternimmt Anstrengungen, um ein Kinder- und Jugendparlament zu installieren. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Politik, Verwaltung und Stadtjugendpfleger Erik Servadio hatte die Jugendlichen der Stadt in den Schulen informiert und zu einem Infoabend ins Rathaus eingeladen. 17 interessierte Jugendliche aus Heiligenhafen waren auch der Einladung gefolgt.

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Die Jugendlichen haben viele Ideen, wollen Inklusion fördern, aber auch einfach Spaß haben.

Eingeladen waren zudem Vertreter der Jugendparlamente Oldenburg und Neustadt sowie der Jugendpfleger aus Fehmarn. Doch eine Parallelveranstaltung (siehe unten) verhinderte dessen Teilnahme. Servadio:

„Auf Fehmarn soll auch ein Jugendparlament konstituiert werden, allerdings mit größerem Aufwand als hier.“ Auf Fehmarn würden alle Jugendlichen angeschrieben und zur Wahl eingeladen. Servadio: „Bei uns kann es auch langsamer gehen.“ Ihm schwebe eventuell eine Vorform eines Kinder- und Jugendparlamentes wie beispielsweise ein Forum vor. Joachim Schmidt-Uwis (BfH), Vorsitzender des Ausschusses für gesellschaftliche Angelegenheiten, würde diesen Prozess gern politisch unterstützen und möglicherweise je nach Resonanz der Jugend auch flott zur Umsetzung bringen. Er betonte: „Die Idee wird fraktionsübergreifend getragen.“

Mara und Josie sind schon eine Stunde vor Beginn im Rathaus, bereiten mit Servadio Frage-Wölkchen auf Papier vor. Die beiden 14-Jährigen wollen sich engagieren. „Ich will was für die Zukunft unternehmen“, sagt Josie, und auch Mara findet das Projekt „sehr spannend“.

Sie würden gern Erfolge wie das Jugendparlament in Neustadt, wo jetzt ein Skaterpark gebaut wird, für sich verzeichnen, auch wenn sie zumindest mit den Skatemöglichkeiten in Heiligenhafen schon sehr einverstanden seien.

Der Neustädter Parlaments-Präsident Niko Radomirovic erzählte: „Der Neubau der Skateranlage ist unser größtes Projekt, dafür haben wir sechs Jahre gekämpft.“ Auch am Strand seien Projekte wie eine Rutsche realisiert worden. Man treffe sich einmal pro Monat. Eine Abordnung des Kinder- und Jugendbeirats aus Oldenburg informierte ebenfalls. „Wir kümmern uns um alle Belange von Kindern und Jugendlichen“, erzählte der Beiratsvorsitzende Tino Seßelberg. „Vor allem die Kinderspielplätze sowie Inklusion und Barrierefreiheit waren Schwerpunktthemen.“ Jüngste Aktivität: eine Umfrage für eine Schülerdisco. Die erste werde am 9. Dezember als Adventsdisco umgesetzt. Hierfür gab es spontan Applaus.

Zusätzlicher Ansporn für Heiligenhafens Jugend. Besprochen wurden jetzt grundsätzliche Fragen wie: Wie viel Zeit seid Ihr bereit zu investieren? Welche Ideen und Projekte wollt Ihr umsetzen? Was stellt Ihr Euch unter einem Kinder- und Jugendparlament vor? Welche Unterstützung erwartet Ihr für ein Jugendparlament? Diese Fragestellungen wurden in einem kleinen Workshop in Gruppenarbeit erörtert und die Vorstellungen der Jugendlichen schriftlich fixiert. Zum möglichen Zeitaufwand schrieb einer: „Alle Zeit der Welt.“ Eine andere erwarte „Klarheit, Wahrheit und Respekt“. Da deutet sich cleverer politischer Nachwuchs an.

Jetzt soll eine Gruppe der Interessierten mithelfen, eine Parlaments-Satzung aufzusetzen und eine mögliche Wahl vorzubereiten. Laut Schmidt-Uwis könnte das Thema schon im Frühjahr auf der Tagesordnung der Stadtvertretung landen. Aber schon jetzt ist ein Anfang gemacht.

Peter Mantik

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