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Ostholstein Jugendparlament kommt 2017
Lokales Ostholstein Jugendparlament kommt 2017
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23:22 22.09.2016
Haben an der Satzung mitgearbeitet: Jannis Osterkamp (15) und Linnea Ehler (19). Schwennsen Quelle: Foto:
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Fehmarn

Darauf haben die Kinder und Jugendlichen auf der Insel viele Jahre gewartet. Jetzt fehlt nur noch die Zustimmung der Stadtvertretung. Gibt sie am 29. September grünes Licht, wird es 2017 erstmals ein Kinder- und Jugendparlament Fehmarn geben.

Seit Monaten hat eine Arbeitsgruppe um Inseljugendpfleger Michel Likus daran intensiv gearbeitet. Zwölf Treffen waren dafür notwendig. Jetzt stehen die Satzung und die Wahlordnung. Im zuständigen Ausschuss für Kultur, Schule, Sport und Soziales wurde das gesamte Paket Mittwochabend einstimmig verabschiedet – allerdings erst nach längerer Diskussion.

Erster Knackpunkt war die Altersgrenze. Konkret: Alle ab zwölf Jahre können wählen, und ab 14 Jahre kann man ins Kinder- und Jugendparlament gewählt werden. Fürs aktive wie passive Wahlrecht wird vorausgesetzt, dass das 22. Lebensjahr noch nicht vollendet ist.

Die Konsequenz daraus: Das Parlament wird für zwei Jahre gewählt – somit könnten die Mitglieder im Einzelfall fast 24 Jahre alt sein. „Wir hätten die über 20-Jährigen lieber in unseren Gremien am Tisch“, betonte Ausschuss-Vorsitzender Josef Meyer (CDU). Ein Antrag von Jürgen Rauert (CDU), die Altersgrenze auf 18 Jahre festzulegen, fand jedoch keine Mehrheit.

Zweiter Knackpunkt: Dürfen die Vertreter des Kinder- und Jugendparlaments dabei sein, wenn Stadtvertretung oder Ausschüsse nicht-öffentlich tagen? Es gab starke Vorbehalte und offene Fragen: „Es ist schwierig, zu definieren, wo Kinder und Jugendliche beteiligt werden sollen oder nicht. Klar ist es nur bei Personalfragen, darauf könnten wir uns einigen“, so Bürgermeister Jörg Weber (SPD). Andreas Hansen (FWV) konterte: „Was aber ist, wenn es um die Stelle des Jugendpflegers geht?“

Weil das neue Kinder- und Jugendparlament eine zweijährige Testphase einläutet, stimmte eine Mehrheit Dr. Helmut Kettler (WUW) zu, die Satzung ohne Abstriche zu genehmigen. Vorerst soll im Einzelfall festgelegt werden, ob sie bei Interna dabei sein dürfen oder nicht. Am Ende gab es sehr viele zufriedene Gesichter – bei den Politikern, beim Jugendpfleger und bei den zahlreichen anwesenden Jugendlichen. „Das ist für uns ein ganz großer Tag“, hieß es aus ihren Reihen. Denn erste Vorstöße reichen bis in die 90er Jahre zurück. Damals waren die meisten Jugendorganisationen im parteiübergreifend arbeitenden Inseljugendring zusammengefasst. Ein eigenes Parlament kam nicht zustande.

gjs

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