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Ostholstein Kammerchor begeistert mit Messias
Lokales Ostholstein Kammerchor begeistert mit Messias
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20:30 28.11.2016
Zum Abschluss sang auch das Publikum mit und in St. Paulus erklang ein großer Weihnachtschor mit „Oh, du fröhliche“. FOTOS: ASTRID JABS

Mag er für die einen als englischer Komponist gelten, für die anderen als deutscher – für die Wirkung seiner Musik spielt das jedenfalls keine Rolle und so war Georg Friedrich Händel (1685–1759) am Sonntagabend in der Paulus-Kirche in Timmendorfer Strand zu Hause. Die Weihnachtsteile I und II des Messias standen auf dem Programm. Das Oratorium aus dem Jahr 1741 gehört zu den zeitlosen Perlen geistlicher Musik und der Ruf des Kammerchors Ostholstein als darbietendem Ensemble tat ein Übriges, so dass die Reihen in der Kirche alle voll besetzt gewesen sind.

Paulus-Kirche in Timmendorfer Strand war voll besetzt – Förderverein für kaputte Orgel angedacht.

Benefizkonzert in Neustadt

Der Kammerchor Ostholstein ist am Sonnabend, 17. Dezember, in der Aula der Jacob-Lienau-Schule, Schulstraße 2, in Neustadt mit einem Benefizkonzert zugunsten des Kinderschutzbundes Ostholstein und der Aktion Riesenadventskalender mit weihnachtlichen Solo-, Instrumental- und Chorwerken zu hören. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr. Der Eintritt kostet zehn Euro. aj

Seit August hat sich der Chor mit dem Stück beschäftigt. Ohne jegliche Effekthascherei brachten die Sänger unter Leitung von Henning Rabe mit ausgefeilter Intonation Gehalt und klangliche Schönheit der Händelschen Musik zu Gehör. Sie schwelgten in barocker Üppigkeit, jubilierten im Einklang mit den Trompeten, wurden zum Überbringer der frohen Botschaft.

Die Spannung hielt über die gesamte Aufführung das Publikum in Bann. Rezitative und Arien waren nicht nur ein musikalischer Genuss, sondern wurden zudem in großer Deutlichkeit dargeboten, sodass dem biblischen Wort, dem im Oratorium eine zentrale Rolle zukommt, das nötige Gewicht verliehen wurde. Die Zuhörer dankten es den Solisten Regine Adam (Sopran), Christa Diwiak (Alt), Dantes Diwiak (Tenor) und Joachim Gebhardt (Bass) wie auch dem Kammerorchester mit Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Lübeck mit dem hochverdienten Applaus.

An der Orgel saß mit Professor Ernst-Erich Stender aus Lübeck ein altbekannter Künstler. Sein Intermezzo mit Variationen über „Tochter Zion“ von Ludwig van Beethoven zwischen den beiden Teilen des Messias nahm Rabe zum Anlass, um nach dem Konzert auf die Reparaturbedürftigkeit der Orgel hinzuweisen: „Es lohnt sich, einen Förderverein zu gründen, denn die Orgel ist kaputt“, sagte der Chorleiter. In der Zugabe verschmolzen dann Künstler und Auditorium beim „Oh, du fröhliche“ zu einem großen Weihnachtschor. Auch hier sorgte Henning Rabe für besten Zusammenklang: „Es gibt elf Takte Vorspiel, dann kommen wir. Und danach nicht gleich schnacken, dann kommen noch acht Takte Nachspiel“, gab er die Richtung vor und alle folgten ihm.

Zwischen Händeschütteln und Danksagungen erzählte Rabe im Anschluss, wie er die Tage vor einer solchen Aufführung erlebt: „Man fühlt sich zunehmend wie ein Tier im Käfig, das endlich raus will.“

Astrid Jabs

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