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Ostholstein Kampagne gegen Minijobs
Lokales Ostholstein Kampagne gegen Minijobs
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21:13 05.07.2017
Sabine Axt, Gudrun Dietrich und Ute Behrens (v. l.) stellen die Minijob-Flyer vor. Quelle: Foto: Düvell-Veen
Eutin

Frauen aus Ostholstein haben eine Informationskampagne gestartet. Deren Ziel ist es, Minijobs – also Arbeitsplätze, an denen lediglich 450 Euro verdient werden – in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse umzuwandeln. Ab sofort werden 10000 Flyer verteilt, in denen auf der einen Seite die Arbeitnehmerinnen, auf der anderen die Arbeitgeber über Vor- und Nachteile der Minijobs unterrichtet werden. Eutins Gleichstellungsbeauftragte Gudrun Dietrich, Sabine Axt von der Beratungsstelle Frau & Beruf sowie Ute Behrens, Vorsitzende vom Kommunalpolitischen Frauennetz Ostholstein, stellten die Kampagne gestern vor.

Laut einer Studie der Hans- Böckler-Stiftung gab es im Jahr 2015 in Ostholstein 21000 Minijobs. Ausgeübt wurden sie von 13000 Frauen und 8000 Männern. In Schleswig- Holstein sei Ostholstein Spitzenreiter in Sachen Minijobs. Dies habe auch mit dem hohen Anteil an Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe zu tun, berichteten die Initiatorinnen. Es seien zumeist Frauen, die sich für einen Minijob entscheiden und damit auf wichtige Sozialleistungen verzichten. Für eine gewisse Zeit könne der Minijob sicherlich hilfreich sein, er sei aber keine Dauerlösung. „Der Minijob ist eine Einbahnstraße mit gleichzeitiger Armutsfalle“, heißt es in dem Flyer auf der Seite für die Arbeitnehmerinnen. Den Arbeitgebern wird mit Blick auf die unternehmerische Mehrbelastung erklärt: „Der Minijob ist die teuerste Variante der Beschäftigung.“ Zudem sei fest angestelltes Personal in der Regel motivierter.

Erhältlich sein sollen die gelben Info-Zettel bei der Handwerkskammer, in Kliniken, Gewerbevereinen, in Jobcentern und Arbeitsagenturen, beim Dehoga, bei den Wohlfahrtsverbänden und in Beratungsstellen.

cd

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