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Ostholstein Kampfhunde-Steuer: Neue Regelung für Scharbeutz
Lokales Ostholstein Kampfhunde-Steuer: Neue Regelung für Scharbeutz
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19:37 07.11.2017
Nicht jeder Listenhund, wie dieser Pitbull, ist von vornherein gefährlich. Dem trägt die Gemeinde Scharbeutz nun Rechnung. Quelle: Fotos: Brakemeier/dpa, Gehrke
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Scharbeutz

„Die Rasselisten sind nicht mehr zulässig“, begründete Bürgermeister Volker Owerien (parteilos) die Neufassung der Hundesteuersatzung für die Gemeinde Scharbeutz. „Die Ordnungsbehörde muss jetzt in jedem Einzelfall die Gefährlichkeit betreffender Hunde feststellen.“ Dieser Schritt wurde nötig, da durch die Änderung des Kommunalabgabengesetzes festgelegt wurde, dass eine erhöhte Hundesteuer nur noch für gefährliche Hunde im Sinne des Schleswig-Holsteinischen Hundegesetzes erhoben werden kann. Hunde werden nur noch dann als gefährlich eingestuft, wenn sie zum Beispiel durch Beißattacken auffällig geworden sind.

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„Rasselisten sind nicht mehr zulässig. Die Ordnungsbehörde muss jetzt in jedem Einzelfall die Gefährlichkeit betreffender Hunde feststellen.“ Bürgermeister Volker Owerien

Zahlungen jetzt auch monatlich

Die bisherige Listenhunde-Regelung der Gemeinde ist damit aufgehoben. Wer in der Großgemeinde Scharbeutz einen American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier oder Staffordshire Bullterrier hält, muss somit nicht mehr – wie in der bisherigen Verordnung festgeschrieben – grundsätzlich jährlich 600 Euro pro Hund zahlen.

Neu ist auch, dass die Hundesteuer von sofort an monatlich und nicht mehr vierteljährlich berechnet wird. Das sei vor allem dann von Vorteil, wenn Hundehalter ihren Wohnort wechselten, heißt es seitens der Gemeinde.

An der Höhe der Hundesteuer selbst hat sich kaum etwas geändert. Die jährlich zu entrichtende Summe für den ersten Hund wurde einzig aus dem Grund von 100 auf 102 Euro angehoben, damit der Betrag künftig durch die zwölf Kalendermonate teilbar ist. Für den Zweithund müssen Hundehalter unverändert 132 Euro jährlich bezahlen. Für Hunde, die als gefährlich eingestuft wurden, müssen 600 Euro pro Jahr gezahlt werden.

Genauer definiert wurde zudem die Frist, von der an ein Hund bei der Gemeinde anzumelden ist. Danach muss Hundesteuer bezahlt werden, wenn ein Hund über einen Monat in einem Haushalt aufgenommen wird. Etwas anderes gilt, wenn nachgewiesen werden kann, dass bereits in einer anderen Gemeinde in Deutschland Hundesteuer für das Tier entrichtet wird, oder der Vierbeiner von der Steuer befreit ist.

 Von Katrin Gehrke

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