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Ostholstein Kann die Wisser-Schule am alten Standort bleiben?
Lokales Ostholstein Kann die Wisser-Schule am alten Standort bleiben?
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19:35 26.09.2018
Die Standortentwicklung der Wilhelm-Wisser-Schule in der Eutiner Elisabethstraße ist offen. Quelle: Foto: Ulrike Benthien
Eutin

Wird jetzt ein Knoten durchschlagen? Wenn die Wilhelm-Wisser-Schule (WWS) an der Elisabethstraße in Eutin statt vierzügig, wie im vergangenen Juli vorgesehen, nur 3,5-zügig geplant wird, lässt sich dann am Standort Berg alles verwirklichen, was eine moderne Gemeinschaftsschule benötigt? Auf Antrag der CDU-Fraktion soll die Verwaltung das Raumprogramm gemeinsam mit der Schulleitung überarbeiten und die Umsetzbarkeit prüfen. In seiner nächsten Sitzung am 6. November möchte der Schulausschuss die Ergebnisse vorgelegt bekommen.

Die CDU stützt sich bei ihrem Vorstoß auf ein aktuelles Schreiben der Schulaufsicht, die nach Auswertung diverser Fakten eine 3,5-Zügigkeit für ausreichend hält. Betrachtet wurden zum Beispiel, wie viele Grundschüler auf die Wisser-Schule wechseln. Wie viele Rückläufer aus den Gymnasien kommen und wie viele Umschulungen, Zuzüge und DaZ-Schüler es gibt? „Die Zahlen entsprechen einer 3,5-Zügigkeit. Eine Vierzügigkeit hat der Schulausschuss im letzten Jahr beschlossen“, bestätigte Schulleiter Sven Ulmer. „Manchmal ist die Gutwilligkeit von Stadtvertretern nicht zielführend, wie an diesem Beispiel zu sehen“, sagte die Ausschussvorsitzende Monika Obieray (Grüne) gestern dazu.

Für sie hätten die Sitzung und der CDU-Antrag einen „eindeutigen Fortschritt“ gebracht. „Wir haben gehört, 3,5-Zügigkeit reicht. Die Schule soll eine gute Qualität haben. Wenn dann alles auf die Fläche passt, haben wir endlich eine klare Planungsgrundlage“, sagte Obieray.

Auf die Fläche am Berg müssen nach der Aussage von Schulleiter Ulmer eine 2,5-Feld-Sporthalle (2 Felder, ein Gymnastikraum), Fachräume, Aula, Mensa, Rückzugsbereiche für die Schüler, ein offener Ganztagsbereich, ausreichend Parkflächen. „Wenn das so machbar ist, wie von Ihnen beschrieben, wären Sie dann mit dem Standort Berg einverstanden?“ wollte Matthias Rachfahl, CDU-Fraktionsvorsitzender, wissen – was Sven Ulmer bejahte. Ulrike Wörle (FWE) sprach sich dafür aus, an einer Vierzügigkeit festzuhalten, „denn Gemeinschaftsschulen werden wachsen“. Für einen Neubau der Wisser-Schule samt Schulsporthalle Am Kleinen See machte sich Katja Behrends (SPD) stark. Eine Sorge ihrer Fraktion: „Dass noch mehr Schüler abwandern. Wir möchten eine schöne, moderne Gemeinschaftsschule.“ Bei der Begründung ihres Antrags kam sie allerdings ins Schleudern. Vor allem bei dem kurzfristig nachgeschobenen Passus, dass alle Planungen, die dem angestrebten Bürgerbegehren im Wege stehen, nicht angefangen oder fortgesetzt werden sollten. Die Bürgerinitiative (BI) „Vernunft macht Schule“ will für die Wisser-Schule und Grundschule einen Neubau samt Drei-Feld-Sporthalle Am Kleinen See in Eutin.

„Das klingt wie ein Baustopp für die Sporthalle. Was darf die Verwaltung dann noch machen und was nicht“, fragte Monika Obieray, die den SPD-Antrag als identisch mit dem BI-Anliegen deutete. „Hauptsächlich wollen wir nicht, dass die Halle am Güterbahnhof weiter geplant wird“, räumte Katja Behrens ein, die den Antrag später zurückzog. Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) hatte zuvor vor einer „Vermischung“ gewarnt, dann den Verdacht geäußert, dass der SPD-Antrag mit dem Bürgerbegehren zusammenhänge.

FWE und SPD verlangten mehrfach Zahlen. Dazu ließ sich Bauamtsleiter Henning Schröter nicht verleiten: „Ohne Raumprogramm kann man nichts sagen, nur: Die Größe des Gebäudes entscheidet über die Kosten.“

Ulrike Benthien

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