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Ostholstein Karate in Scharbeutz feiert Doppeljubiläum
Lokales Ostholstein Karate in Scharbeutz feiert Doppeljubiläum
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22:01 15.11.2016
Der Vereinsvorsitzende Jörg Arndt mit einem Foto des Japaners Gichin Funakoshi, dem Entwickler des Karatesports. FOTOS: CHRISTINA DÜVELL-VEEN
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Scharbeutz

Jörg Arndt ist sich sicher: „Wenn alle so miteinander umgehen würden wie wir es beim Karate machen, dann wäre die Welt eine ganz andere – eine viel bessere.“

Seit 40 Jahren übt der 54-jährige Polizeibeamte diese Kampfsportart, die von dem Japaner Gichin Funakoshi entwickelt wurde, aus. Ein Foto des großen Meisters ist stets dabei, wenn Arndt in der Scharbeutzer Schulturnhalle Kinder, Jugendliche und Erwachsene um sich versammelt und mit ihnen trainiert. In diesen Wochen bereiten sich alle auf die Feier zum Doppeljubiläum vor.

Ende November sollen „30 Jahre Karate in Scharbeutz“ sowie 25 Jahre Verein „Dojo Yoshino Scharbeutz“ gefeiert werden.

Im Sommer 1986 hatte Arndt die Idee, in Scharbeutz ein Dojo, einen Ort des Übens, zu gründen. Er schrieb damals den Vorstand des Scharbeutzer Sportvereins OSV an und fragte nach, ob Interesse an einer Karatesparte bestehe. Die Verantwortlichen sagten „Ja“, und am 10. November 1986 ging es mit zehn Schülern los. 1991 gründete Arndt dann einen eigenen Verein.

Mittlerweile trainieren 100 Mitglieder in allen Altersgruppen das traditionelle Shotokan-Karate. Fünf Jahre alte Kinder gehören ebenso dazu wie über 50-Jährige.

„Wer es ernst meint, darf niemals aufhören zu trainieren. Karate ist ein ewiges Studium“, gibt der Polizeibeamte Arndt allen mit auf den Weg. In den vergangenen Jahrzehnten hat er es bestimmt mit weit über 1000 Schülern zu tun gehabt, überlegt er. Sie alle hätten die nicht nur bei Karate so wichtigen menschlichen Eigenschaften wie Respekt, Höflichkeit und Disziplin gelernt. Immer wieder hätten Eltern und auch Lehrer ihm bestätigt, dass gerade die Kinder durch diese Sportart lernen, sich zu konzentrieren, dass sie an Selbstbewusstsein gewinnen, ein starkes Körpergefühl entwickeln und über eine gute Motorik verfügen. Bei Erwachsenen sei zudem zu beobachten, dass sie kaum oder gar nicht über die weit verbreiteten Rücken- oder Knieprobleme klagen. Arndt: „Karate ist also auch ein Gesundheitssport.“

Im Laufe der Jahrzehnte hat es im Verein mehrfach ganz erfolgreiche Sportler gegeben. „Wir haben in unseren Reihen deutsche Meister, aber auch Europameister“, sagt der Trainer nicht ohne Stolz.

Zu den erfolgreichsten Sportlerinnen zählt Kim Hachmeier (17). Die Schülerin aus Timmendorfer Strand ist seit ihrem sechsten Lebensjahr beim Karate dabei und gibt seit etwa zwei Jahren selbst Trainingsstunden. Kim wird beim großen Jubiläum nicht dabei sein, denn sie fährt zur Europameisterschaft nach Slowenien. Natürlich möchte sie dort einen der vorderen Plätze belegen, sagt aber auch:

„Dass ich jetzt schon an der Europameisterschaft teilnehmen kann, ist für mich eine ganz große Erfahrung. Damit habe ich schon ein großes Ziel erreicht.“

Jörg Arndt kann sich ein Leben ohne Karate gar nicht vorstellen. „Ich werde es bestimmt noch als 80-Jähriger machen“, blickt er voraus. Dem Verein wünscht er zum Jubiläum, es möge weiterhin „so homogen, harmonisch und sportlich erfolgreich zugehen wie bisher“.

Feier am 26. November

Die Jubiläumsfeier des Vereins „Dojo Yoshino“ beginnt am Sonnabend, 26. November, um 15 Uhr in der Schulturnhalle, Schulstraße 5, in Scharbeutz. Den Grußworten einiger Gäste und der Ansprache des Vereinsvorsitzenden Jörg Arndt werden Vorführungen der einzelnen Gruppen folgen. Anschließend gibt es „Karate zum Mitmachen“. Bis zum Veranstaltungsende gegen 17 Uhr werden kostenfrei auch Kaffee und Kuchen sowie Getränke angeboten.

Wer sich für den Verein interessiert, erreicht Jörg Arndt unter der Telefonnummer 04521/766247, Mobil 0172/4130624. Einzelheiten gibt es auch im Internet unter www.yoshino-karate.de.

 Christina Düvell-Veen

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