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Ostholstein Kastanienhof kooperiert mit dänischer Kita
Lokales Ostholstein Kastanienhof kooperiert mit dänischer Kita
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20:26 16.09.2016
Besuch aus Dänemark: Inge Petersen (2.v.l.), Mathilde Madsen (4.v.l.) und Dorthe Schmidt (3.v.r.) zu Gast bei Thomas Bauer, Marita Wollenweber (letzte Reihe) und dem Rest der Kastanienhof-Familie. Quelle: jen

Austausch mit Dänemark: Der Kastanienhof Oldenburg hat eine Partnerschaft mit einer Kindertagesstätte in Søllested (Lolland) gestartet. „Das Ziel ist es, unsere Nachbarn besser kennenzulernen“, sagt Wiebke Schröder, die Leiterin des Familienzentrums.

Zum einen hofften die Organisatoren, den Kindern das fremde Land näherzubringen und auf längere Sicht auch grenzübergreifende Kontakte zwischen Familien herzustellen. Zum anderen sei ein Austausch auf pädagogischer Ebene geplant: Die Erzieherinnen würden mit den dänischen Kolleginnen Anregungen tauschen – „und vielleicht auch die ein oder andere Idee klauen“, erzählt Schröder schmunzelnd.

Das Projekt ist Teil von „kultKIT“ – einer Initiative innerhalb des EU-Programms „Interreg“ zur Förderung der deutsch-dänischen Zusammenarbeit. Vor zwei Jahren habe sich der Kastanienhof um die Teilnahme beworben – jetzt sei er unter den zehn Projektpartnern die einzige nicht-staatliche Organisation, berichtet Thomas Bauer vom Paritätischen, dem Träger der Oldenburger Einrichtung. Er freue sich über die Chance, an einem Projekt mit den Schwerpunktthemen Bildung und Kinder mitzuwirken. Der Austausch mit der dänischen Kita sei „für beide Seiten ein Gewinn“.

Vertreter des Kastanienhofs waren bereits zu einem Kennenlern- Treffen in Dänemark, jetzt reisten drei Erzieherinnen der dortigen Kita zum Gegenbesuch nach Oldenburg. Ihr erster Eindruck: „Es ist sehr leise“, stellt Inge Petersen fest. „Vielleicht geht es hier etwas disziplinierter zu als bei uns“, überlegt sie und fügt lachend hinzu: „Bei uns ist es immer laut.“

Gerade das „Ungeregelte“ habe sie in der dänischen Kita jedoch als sehr schön empfunden, schildert wiederum Kerstin Weege die Eindrücke auf deutscher Seite. „Es wirkte alles etwas freier und unkomplizierter – im positiven Sinne“, beschreibt sie, wie sie die Abläufe in Søllested erlebt hat.

Auch einzelne Aktivitäten und Konzepte stießen bei den Vertretern der jeweiligen Partner-Kita auf viel Begeisterung. So wurden auf beiden Seiten schon verschiedene Ideen entdeckt, die man zu Hause umsetzen könnte. „Es ist motivierend, wenn man sieht, was man noch alles machen kann“, sagt Kerstin Weege.

Die Kinder beteiligen sich derweil an verschiedenen Projekten zum Thema Dänemark – vom Sprachunterricht bis zum Zubereiten von Hot Dogs. Für das kommende Jahr hoffe man, auch Kontakte zwischen Familien herstellen zu können, sagt Kita-Leiterin Marita Wollenweber. „Es wäre schön, wenn Freundschaften entstehen und wir gegenseitige Besuche organisieren können.“ Die Kinder selbst seien auf jeden Fall schon Feuer und Flamme: Sie hätten schon gefragt, wann sie ihre kleinen Nachbarn sehen könnten.

jen

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