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Ostholstein Katasteramt schließt Ostholsteiner Außenstellen
Lokales Ostholstein Katasteramt schließt Ostholsteiner Außenstellen
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20:18 03.09.2013

Der Schließungstermin für die Außenstellen des Lübecker Katasteramtes in Oldenburg und Eutin steht fest. Ab 8. November bleiben die Türen der beiden Auskunftsstellen des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation im Kreis dauerhaft geschlossen. Bürger und Notare, die Beratungen oder Flurkarten vom Katasteramt haben möchten, müssen künftig nach Lübeck fahren.

Die Schließung war bereits vor gut zweieinhalb Jahren beschlossen worden und wird nun umgesetzt.

„Das ist natürlich eine schlechte Nachricht für die Stadt“, sagt Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos). Durch die Schließung der beiden Außenstellen würden letztlich auch knapp 50 Arbeitsplätze wegfallen. Ein Teil davon war bereits in den vergangenen beiden Jahren abgebaut worden. Die meisten der verbleibenden 30 Mitarbeiter müssen künftig nach Lübeck pendeln. Heinz-Hubert Deters, als stellvertretender Abteilungsleiter des Katasteramtes Lübeck für Ostholstein zuständig, hofft zumindest für die zwei Messtrupps eine Abfahrtsstelle, bestehend aus Garagen, in Ostholstein einrichten zu können. Im Gespräch dafür sei Lensahn, so Deters.

Mit dem Landesamt und den teilweise bis zu 150 Jahre alten Karten zieht auch die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Ostholstein nach Lübeck um. Ziel der 2010 beschlossenen Umstrukturierung durch das Land ist es, von den damals 686 Stellen im einstigen Landesvermessungsamt und den acht Katasterämtern 148 Stellen einzusparen. Der Landeshaushalt soll so um rund 33 Millionen Euro entlastet werden.

Nach Angaben von Katasteramtsleiter Deters haben die beiden Außenstellen zuletzt 400 bis 500 Beratungen pro Jahr durchgeführt und im Jahr etwa 80 bis 100 Gutachten und Stellungnahmen verfasst. Hinzu kamen zahlreiche Auszüge aus dem Flurkataster in Form von Flur- und Grundstückskarten. Letztere Aufgabe sollen unter anderem künftig auch Städte und Gemeinden übernehmen können. Dafür würden diese dann einen Teil der Gebühren erhalten. „Bisher hat aber keine Kommune damit begonnen“, sagt Deters. Neben fachkundigem Personal müssten auch Plotter zum Drucken großer Auszüge vorhanden sein. Kunden könnten sich aber auch an einen der 43 öffentlich bestellten Vermessungsingenieure im Land wenden und von dort aktuelle Auszüge beziehen.

Das macht das Katasteramt
Beim Katasteramt werden unter anderem die Flurkarten verwaltet. In diesem sind die Grenzverläufe von Grundstücken mit den entsprechenden Grenzsteinen eingetragen. Auszüge aus den Flurkarten sind für Bauanträge oder Eigentümernachweise notwendig.

Die eingelagerten Karten stammen teilweise von 1870. Sie werden künftig in Lübeck aufbewahrt.

Die beiden Messtrupps des Katasteramtes sind unter anderem zuständig, um Grenzsteine neu zu setzen.

Holger Marohn

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