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Ostholstein Kegler schieben keine ruhige Kugel
Lokales Ostholstein Kegler schieben keine ruhige Kugel
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21:20 11.01.2018
Die Oldenburger Kegler Nils Wieske (l.) und Marc Stender bereiten sich auf der vereinseigenen Anlage auf die nächsten Spiele vor. Quelle: Fotos: Billhardt

„Unser Verband war zuletzt der einzige im Land mit Zuwachsraten“, betont der Kreisvorsitzende Christian Gradert vom Keglerverein Lensahn. Und Jörg Vogelmann, Vorsitzender des Oldenburger Kegler- und Bowlervereins von 1926, betont: „Natürlich haben wir nicht mehr die Zahlen von vor 30 oder 40 Jahren, aber der Kegelsport hat nach wie vor seine Berechtigung und auch seinen Stellenwert in Ostholstein.“ Für die Größe des Vereins sei Oldenburg mit seinem Team in der 1. Bundesliga (KSK Oldenburg) sogar überdurchschnittlich erfolgreich.

Kegeln gilt in manchen Augen als konservativ, nicht mehr zeitgemäß und überaltert. Das sehen Ostholsteins Sportkegler anders. Gegen einen landes- und bundesweiten Trend verzeichnen die Vereine im Kreis einen Mitgliederanstieg und können auch den Nachwuchs begeistern.

Spieltag des KSK Oldenburg

Der Bundesligist KSK Oldenburg hat am 13. und 14. Januar ein Punktspielwochenende zu Hause auf der Anlage in der Göhler Straße 54.

Das Sechs-Mann-Team muss am Sonnabend, 13 Uhr, gegen den VfL Stade von 1850 antreten. Am Sonntag, 10 Uhr, geht es gegen die Rivalen Hannover.

Der Präsident des Deutschen Kegler- und Bowlingbundes (DKB) und Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Sportkeglerverbandes (SHKV) Uwe Oldenburg aus Osterrönfeld hatte vergangene Woche den Niedergang des einstigen Volkssports beklagt: „Wir waren in den 1980er Jahren mal fast 200000 Mitglieder in Deutschland, haben jetzt nur noch 80 000 Mitglieder und verlieren jedes Jahr zwischen drei und fünf Prozent.“

Mit guter Jugendarbeit Nachwuchs gewinnen

„Wir schwimmen gegen den Strom. Es läuft ganz gut“, sagt dagegen Gradert, der seit 30 Jahren kegelt. „Der Nachwuchs stand nicht gerade bereit, so mussten wir etwas tun. Aber damit hat ja jede kleine Sportart zu kämpfen“, erzählt Nationalspieler Marc Stender vom Bundesligisten KSK Oldenburg, der selbst mit acht Jahren angefangen hat zu kegeln und seit nunmehr fast 20 Jahren spielt. „Junge Menschen für den Kegelsport zu gewinnen funktioniert aber auch nur mit guter Jugendarbeit“, macht Vogelmann deutlich.

In Ostholstein gibt es derzeit rund 190 aktive Kegler. Der Keglerverein Lensahn, so Gradert, wuchs beispielsweise innerhalb des Jahres von 57 wieder auf 63 Mitglieder an, darunter 27 Jugendliche mit zwei Mädchenmannschaften. Und auch Oldenburg verzeichnet einen Aufwärtstrend. Es seien derzeit wieder 58 Mitglieder, dazu zählen 13 Jugendliche, erzählt Marc Stender.

Zwischen neun und 90 Jahre alt sind die Kegler in Oldenburg. „Es ist ein generationenübergreifender Sport, der bis ins hohe Alter wettkampfmäßig betrieben werden kann“, ergänzt der Vorsitzende.

Drei Punktspielanlagen gibt es im Kreis Ostholstein

Zudem ist man in Oldenburg neue Wege gegangen.„Wir haben vor einigen Jahren die vereinseigene Acht-Bahnen-Anlage umgebaut. Besitzen nun vier Kegel-, aber auch vier Bowlingbahnen“, erläutert der Nationalspieler. Auch durch den Aufbau einer Bowlingsparte habe der Verein wieder mehr Zuspruch bekommen. Die Anlage sei offen, modern und hell.

Zu den drei größeren Vereinen im Kreis – Oldenburg, Lensahn und Fehmarn (Puttgarden), deren Bahnen vom DKB für den Punktspielbetrieb zugelassen sind –, gesellen sich in Ostholstein noch kleinere Vereine wie Eutin, Neustadt und Heiligenhafen. Kegeln versprühe weiter einen gewissen Reiz, ist sich Vogelmann sicher – und „es ist eher ein Konzentrations- als ein Hochleistungssport, dennoch bedarf es einer gewissen Grundfitness“.

Einen Einblick in den Kegelsport auf Bundesliganiveau gibt es an diesem Wochenende in Oldenburg.

Markus Billhardt

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