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Ostholstein Keine Erdverkabelung bei Manhagen
Lokales Ostholstein Keine Erdverkabelung bei Manhagen
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20:27 19.04.2016
Dr. Markus Hirschfeld und Moderatorin Nadine Bethge. Quelle: bg

Die Hoffnung, die geplante Ostküstenstromleitung zwischen Göhl und Lübeck könne im Bereich der Gemeinde Manhagen als Erdverkabelung geführt werden, hat sich verflüchtigt. Auf Einladung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) fand am Montag in Manhagen die zweite Runde des Bürgerdialogs statt. Fast 100 Teilnehmer waren gekommen, um die Ausführungen der Vertreter des Ministeriums, des künftigen Betreibers Tennet und des Planungsbüros BHF zu hören und mit ihnen zu diskutieren.

„Energiewende heißt auch Netzausbau“, betonte eingangs Moderatorin Nadine Bethge. Daraus resultiere die Notwendigkeit der neuen 380-kV-Stromtrasse zwischen Göhl und Lübeck. Dr. Markus Hirschfeld vom Ministerium wies zunächst auf die neue gesetzliche Möglichkeit der Erdverkabelung hin. Hierbei gehe es aber immer nur um Teilabschnitte, sagte er. Für die Ostküstenleitung gebe es im Nordkreis drei Prüfabschnitte für eine Erdverkabelung (die LN berichteten), teilte Uwe Hermann vom Planungsbüro mit. Diese lägen bei Schlamin, Manhagen/Lensahn und Sebent/Göhl. Eine Erdverkabelung werde es bestenfalls im Bereich Sebent/Göhl geben, führte er aus. „Manhagen hat derzeit keine Priorität“, erklärte auch Till Klages als Projektleiter der Tennet. Die gesetzliche Vorgabe sei nach wie vor eine Freileitung. Die Erdverkabelung, die immer mindestens drei Kilometer lang sein müsse, sei lediglich eine Ausnahmemöglichkeit. Im Abschnitt Manhagen habe man die ursprünglich geplante Trassenführung etwas verschoben. Sie befinde sich ostwärts der Autobahn und der künftigen Bahntrasse. Die Ortslage Manhagen liegt mehr als 400 Meter von der Stromtrasse entfernt. "

„Damit sind wir wohl aus der Betroffenheit herausgerutscht“, kommentierte Manhagens Bürgermeister Andreas Kröger in der Diskussion. Glücklich über die neue Planung ist aber kaum jemand in der Region.

Die drei Referenten betonten die Notwendigkeit, das Projekt wirtschaftlich zu gestalten. Man dürfe nicht nur wirtschaftlich denken, wurde aus der Versammlung entgegnet. „Es geht auch um unsere Heimat.“ bg

LN

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