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Ostholstein Entwarnung: Das Trinkwasser ist keimfrei
Lokales Ostholstein Entwarnung: Das Trinkwasser ist keimfrei
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19:28 28.01.2019
Die verdächtige Probe wurde im Wasserwerk Süsel entnommen. Nun gab es Entwarnung. Quelle: Sebastian Rosenkötter
Sierksdorf

Der Zweckverband Ostholstein gibt Entwarnung: Es befinden sich keinerlei Keime im Trinkwasser. Vergangenen Freitag hatte eine Eilmeldung für Aufregung gesorgt. Die ZVO Energie GmbH hatte am Nachmittag mitgeteilt, dass es bei einer Routinebeprobung eine Auffälligkeit gegeben habe. Unternehmenssprecherin Nicole Buschermöhle sagte, dass es sich möglicherweise um Darmkeime handle. Kunden in mehr als 60 Orten wurde geraten, das Trinkwasser unbedingt abzukochen.

Drei Tage lang Proben entnommen

„Das Leitungswasser im Versorgungsbereich des Wasserwerks Süsel ist nachgewiesenermaßen keimfrei“, sagte Geschäftsführer Rüdiger Lange-Jost am Montag. „Direkt nach Bekanntwerden des Verdachts einer Grenzwertüberschreitung einer einzelnen Probe fanden am Freitag, Samstag und Sonntag weitere umfangreiche Beprobungen statt. Diese wurden über das Wochenende analysiert und die Ergebnisse zeigen erfreulicherweise keinerlei Keimbelastung, sodass das Wasser bedenkenlos genutzt werden kann.“ Die mit der Warnung verbundene Abkochempfehlung sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen. „Die hohe Trinkwasserqualität in Ostholstein ist uns sehr wichtig, weshalb wir auch den kleinsten Verdacht ernst nehmen.“

Zwei unabhängige Labore im Einsatz

Die entnommenen Proben seien von Mitarbeitern zweier unabhängiger Prüflabore ausgewertet worden. Beide Labore seien nun zu übereinstimmenden Ergebnissen gekommen. Das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Süsel zeige keinerlei Auffälligkeiten. Nicole Buschermöhle betont: „Das von der ZVO Energie GmbH gelieferte Trinkwasser entspricht in allen Punkten den Vorgaben der deutschen Trinkwasserverordnung.“ Alle 14 Tage werde von einem zertifizierten Prüflabor am Werksausgang aller sechs Wasserwerke eine Probe entnommen und mikrobiologisch analysiert. Dabei liegen laut Buschermöhle die Grenzwerte bei Kolibakterien, Coliformen Bakterien, Enterokokken und den antibiotikaresistenten Pseudomonas aeruginosa bei Null. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich um Keime, die in Därmen leben.

Im aktuellen Fall gab es den Verdacht, dass E.coli im Trinkwasser sein könnte. Laut Gesundheitsamt ist ein solcher Befund äußerst selten und kam zuletzt 2014 in der Gemeinde Harmsdorf vor – bevor der Zweckverband die dortige Trinkwasserversorgung übernommen habe. Sollte es einen Keimverdacht geben, muss das Gesundheitsamt vom Versorger umgehend informiert werden. Es entscheidet dann, ob die Verbraucher gefährdet sein könnten und eine Warnung herausgegeben werden muss.

Mehr als 600 Anrufe von Bürgern

Die Warnung des Wasserlieferanten führte in einigen Orten zu Hamsterkäufen, wie mehrere Geschäftsinhaber berichteten. Insgesamt werden vom Süseler Wasserwerk etwa 11 300 Haushalte versorgt. Das extra eingerichtete Bürgertelefon wurde laut ZVO von Freitagnachmittag bis Montagmittag von 630 Bürgern angerufen.

Sebastian Rosenkötter

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