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Ostholstein Keine Schneezäune am Löjaer Berg
Lokales Ostholstein Keine Schneezäune am Löjaer Berg
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21:18 18.09.2013
Wenige Zentimeter Schnee reichen, um bei Ostwind den Weg von Bosaus Ortsteil Löjaer Berg zur Kreisstraße unpassierbar zu machen. Für Schneefangzäune haben die Anwohner Geld gesammelt. Quelle: Fotos: hm

Der nächste Winter kommt bestimmt, und die Bewohner der Straßen Löjaer Berg und Fuhlenborn in der Gemeinde Bosau sind vielleicht wieder von der Außenwelt abgeschnitten. Dem hätte ein gebrauchter Schneezaun, bei Ebay ersteigert, vielleicht abhelfen können. Doch der Bauausschuss schob der Idee jetzt einen Riegel vor. Mit fünf zu vier Stimmen — die Ablehnung kam von CDU und FDP — lehnte der Ausschuss einen Schneezaun-Versuch ab. Stattdessen setzen die Kommunalpolitiker lieber auf die neue Schneefräse eines Winterdienstleisters.

Schneezaun gebraucht bei Ebay ersteigern, ihn irgendwie in Bayern abholen, aufstellen und gucken, was bei Schnee und Sturm passiert an der Straße zwischen der Kreisstraße 53 und ihren Häusern: So haben sich die Anlieger der Straßen Fuhlenborn und Löjaer Berg das vorgestellt. „Wir sind oben eingeschneit, und unten hat noch niemand bemerkt, dass Winter ist“, charakterisierte Christina Vadersen-Marohn (SPD), bürgerliches Ausschussmitglied und selbst Anwohnerin, die Situation. Die besondere Lage der Zufahrtsstraße führt zu den Schneeverwehungen, die den Weg abschneiden. „Das größte Problem ist, dass der Winterdienst erst ausrückt, wenn die Straße schon zugeschneit ist. Das müsste man anders lösen“, sagte Thomas Hökendorf, in der Gemeindeverwaltung unter anderem zuständig für die Straßen und Wege. Die betroffenen Anwohner, unter ihnen Gemeindevertreter Matthias Botzet (Grüne), haben deshalb das Pilotprojekt mit den Schneezäunen vorgeschlagen und wären auch bereit, sich finanziell daran zu beteiligen. Es geht um insgesamt 400 Meter Straße. Bürgermeister Mario Schmidt (parteilos) schlug vor, es erst einmal mit 100 Metern Straße auszuprobieren. Ein gebrauchter Schneezaun dieser Länge koste etwa 300 Euro.

Doch es gibt Gegner eines solchen Versuches. Thomas Ehlers (CDU) plädierte dafür, erst einmal den nächsten Winter abzuwarten. „Die Schneefräse ist jetzt da, soll sie doch erst einmal arbeiten.“

Ausschussvorsitzender Eberhard Rauch (CDU) verwies darauf, dass die Straßenmeistereien Schneezäune als unwirksam bezeichnet hätten. Und Hökendorf gab zu bedenken, dass die Landwirte die Zäune nicht auf ihren Äckern haben wollen. Am Ende scheiterte die Idee mit den Schneezäunen. sas

LN

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