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Ostholstein Kiekbusch-Kindergarten packt für „Weihnachten im Schuhkarton“
Lokales Ostholstein Kiekbusch-Kindergarten packt für „Weihnachten im Schuhkarton“
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13:01 06.11.2013
Die Kinder sind mit großer Konzentration bei der Sache: Sorgsam wird eingepackt, was an Spenden gesammelt wurde und anderen Kindern Weihnachtsfreude bringen soll. Quelle: Fotos: Astrid Jabs
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Eutin

Sie können sich genau vorstellen, wie sehr sich die anderen Kinder freuen werden über ein Plüschtier, ein Spiel und Schokolade. Und deshalb sind alle „Mäuse“, „Delfine“, „Frösche“ und „Eichhörnchen“ des Eutiner Kiekbusch-Kindergartens mit viel Sorgfalt und Eifer dabei, Schuhkartons zu gestalten und zu packen. Im Rahmen der jährlichen Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ haben Kinder, Eltern und Erzieherinnen Geschenke beigesteuert und können nun 20 gut gefüllte Schuhkartons an der Sammelstelle abgeben.

„Wir haben im Stuhlkreis über das Projekt gesprochen, und alle waren motiviert, anderen Kindern eine Freude zu machen“, sagt Erzieherin Stefanie Hübner. Der christliche Verein „Geschenke der Hoffnung“ steht hinter der Initiative, die weltweit über ein Netz aus Geber- und Nehmerländern durchgeführt wird. Die deutschen Kartons werden vornehmlich in Osteuropa wie zum Beispiel Russland, Moldau, Weißrussland oder Polen religionsübergreifend, also auch in muslimisch geprägten Gegenden, verteilt. In der Regel übernehmen das christliche Gemeinden und Gruppen vor Ort.

Nur auf Wunsch werde auch eine christliche Weihnachtsgeschichte beigelegt, erklärt Hendrike Cursiefen, die ihr Haus als eine der beiden Eutiner Sammeladressen zur Verfügung stellt: „Im Mittelpunkt steht die Freude des Kindes.“ Sie hat selbst mit ihren drei Kindern mehrfach Weihnachts-Schuhkartons gespendet und ist über den Kontakt zu Sabine Severin, die die Päckchen seit Jahren entgegennimmt, dazu gekommen, aktiv bei der Aktion mitzuarbeiten.

Neben dem nötigen Platz braucht es dafür Zeit, denn was in die Kartons gehört, ist genau geregelt und wird an der Sammelstelle kontrolliert, ehe die Päckchen verschlossen werden. Hintergrund dafür sind zollrechtliche Bestimmungen, aber auch die Wertschätzung für die Kinder, die die Geschenke bekommen. So sind ausschließlich neue Gaben erbeten.

Für die Schulungen der Mitarbeitenden, Transport und Verteilung fallen Kosten an, die mit einer freiwilligen Spende von sechs Euro je Schuhkarton gedeckt werden können. Interessierten wird ein Jahresbericht des Vereins zugestellt, der darüber informiert, in welcher Region die Kartons übergeben wurden, und der weitere Projekte des Vereins vorstellt. Außerdem können dem Päckchen eine persönliche Karte oder ein Foto mit Anschrift oder E-Mail-Adresse beigelegt werden. Eventuell kann daraus ein Kontakt entstehen, allerdings müssen dafür beim empfangenden Kind viele Voraussetzungen stimmen. Die Kinder des „Kiekbusch“-Kindergartens jedenfalls erwarten keinen Dank — sie gehen voll auf in der Freude des Schenkens und sind stolz auf jeden der bunten Kartons, die sie auf die Reise schicken können.

Was darf hinein?
Gepackt werden die Kartons für Jungen oder Mädchen in drei Altersstufen. Empfohlen wird eine Mischung aus neuer Kleidung, Süßigkeiten (Bonbons, Vollmilchschokolade), neuem Spielzeug, Kuscheltieren, Schulsachen und Hygieneartikeln. Informationen gibt es an den Sammelstellen, wo die Kartons nach vorherigem Anruf bis zum 15. November angenommen werden: Sabine Severin, Anneli-Voigt-Str. 16, Telefon 045 21/83 04 33, Hendrike Cursiefen, Plöner Straße 23, Telefon 045 21/77 62 43.
Online: www.weihnachten-im-schuhkarton.org

Astrid Jabs

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