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Ostholstein Kinder- und Jugendparlament in Eutin nimmt Gestalt an
Lokales Ostholstein Kinder- und Jugendparlament in Eutin nimmt Gestalt an
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22:27 17.11.2016
Verbindungslehrer Joachim Rehbein hat der SV der Wisserschule das Konzept des Jugendparlamentes vorgestellt. Jesse Scholz, Maja Konradowski und Carolin Keller (v. r.) sind gespannt auf die Umsetzung. Quelle: ASTRID JABS
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Eutin

Die 14 Abgeordneten im Alter von zehn bis 17 Jahren werden für zwei Jahre gewählt. Sie sollen sich alle vier bis sechs Wochen, mindestens aber viermal im Jahr versammeln, um bei der Planung und Gestaltung städtischer Vorhaben die Interessen der Kinder und Jugendlichen zu vertreten. Darüber hinaus könne das Parlament sich mit allen anderen Dingen, die junge Menschen betreffen, beschäftigen und Empfehlungen aussprechen.

„Und wird das dann auch etwas bewirken? Jesse Scholz (8. Klasse, Wisser-Schule)

„Und wird das dann auch etwas bewirken?“ So lautete die Frage, die Jesse Scholz dazu spontan in den Sinn kam. Jesse ist Klassensprecher einer achten Klasse der Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule und Mitglied der Schülervertretung (SV). Jüngst hat Verbindungslehrer Joachim Rehbein dort die Pläne zum Jugendparlament vorgestellt und besagte Reaktion aufgenommen.

Neben der Frage der Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit mit den Stadtvertretern wurde auch deutlich, was es braucht, um junge Akteure für Politik zu begeistern: „Die müssten gut argumentieren, dann könnte ich mir so etwas vorstellen, denn ich mag gern mitwirken“, sagte Wisser-Schülersprecherin Maja Konradowski (9. Klasse). Wie sie übernimmt auch Carolin Keller (10. Klasse) als Schülersprecherin an der Schule Verantwortung: „Ich setze mich gern ein und komme mit den meisten Leuten gut klar“, beschreibt sie ihre Motivation. Bei Joachim Rehbein, der unter anderem Weltkunde, Wipo und Philosophie unterrichtet, laufen die Fäden zusammen. Sein Engagement ist unerlässlich, denn es sichert Kontinuität.

Auf der Ebene des städtischen Kinder- und Jugendparlamentes soll dies über eine eigens dafür geschaffene Drittel-Stelle gewährleistet werden. Aufgaben der oder des Verantwortlichen wären unter anderem die Vorbereitung der Sitzungen, Gespräche mit den Jugendlichen, Aufbereitung von Themen sowie Kontaktpflege zu Schulen und Institutionen. Mit Johanna Wester, so erläuterte Fachdienstleiter Klemens Nitsche, gebe es im Rathaus eine geeignete Mitarbeiterin, die in den nächsten zwei Jahren berufsbegleitend eine Fortbildung zur „Fachkraft für Kinder- und Jugendbeteiligung“ absolvieren werde. Wester ist seit 25 Jahren im Sachgebiet Jugend und Sport tätig und leitet das Eutiner Jugendzentrum in der Lübecker Straße. Obwohl eine offizielle Stellenbesetzung noch aussteht, sprach der Vorsitzende Hanjo Iwanowitsch erkennbar für den gesamten Ausschuss, als er sagte: „Es ist toll, dass sich hier im Haus jemand dafür findet.“

Neben der personellen Aufstockung werden jeweils 2500 Euro Sachkosten in die Haushaltsplanungen für 2017 und 2018 aufgenommen. Der Rahmen ist somit gesetzt. Joachim Rehbein: „Jetzt ist es an den Verantwortlichen, die Kinder und Jugendlichen für die Idee zu gewinnen.“

 Astrid Jabs

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