Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Kinderschützer kritisieren Sana-Rückzug
Lokales Ostholstein Kinderschützer kritisieren Sana-Rückzug
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:30 02.11.2016

Der Kinderschutzbund kritisiert die Absenkung der Frühchen-Versorgung in der Eutiner Sana-Klinik. Die Versorgung von Kindern mit einem Geburtsgewicht von unter 1500 Gramm sei nunmehr im gesamten Kreisgebiet nicht mehr gegeben. Für die Kinder und ihre Familien könne das „eine Katastrophe darstellen“, meint Martin Liegmann, Kreisgeschäftsführer des Deutschen Kinderschutzbundes in Ostholstein.

Mit eigenem Auto und sozial integriert möge es ja zu bewältigen sein, aus allen Teilen des Kreises zum Universitätsklinikum nach Lübeck zu kommen und den Klinikaufenthalt des Neugeborenen über Wochen zu begleiten. Doch für Familien mit Problemlagen und ohne Auto sei es nicht möglich, die Versorgung von Geschwisterkindern sicherzustellen, den lebensnotwendigen Kontakt zum Frühchen zu halten und die eventuell notwendige medizinische Versorgung der Mutter zu gewährleisten, gibt Liegmann zu bedenken. „Damit sind diese Familien überfordert.“

Das Land sollte das Gebot gleicher Lebensbedingungen ernst nehmen und die Versorgung für Frühchen und werdende Mütter vor der 32. Schwangerschaftswoche auch in Ostholstein mit Finanzhilfen oder auf einem anderen Weg ermöglichen, fordert der Kinderschützer. Die Sana-Kliniken versorgen jetzt nur noch Schwangere ab der 32. Schwangerschaftswoche und einem voraussichtlichen Geburtsgewicht über 1500 Gramm. Vor dem Hauptausschuss des Kreistages begründete Regionalgeschäftsführer Klaus Abel dies am Dienstag mit den äußerst geringen Fallzahlen. Den Ärzten in Eutin fehle die Expertise, sie würden zu selten mit diesen Fällen konfrontiert.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Insel Fehmarn ist von einer „Überfremdung“ durch Flüchtlinge weit entfernt. Das geht aus dem aktuellen Situationsbericht des städtischen Asylkoordinators Kurt-Henning ...

02.11.2016

Die Planungen für die neue 380-Kilovolt-Stromtrasse zwischen Lübeck und Göhl (LN berichteten) laufen bekanntermaßen auf Hochtouren.

02.11.2016

Der Sozial- und Kulturausschuss der Gemeinde Schashagen hat sich am Dienstagabend dafür ausgesprochen, in die Sicherheit am Strand zu investieren.

02.11.2016
Anzeige