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Ostholstein Kirchenstraße bleibt Fußgängerzone
Lokales Ostholstein Kirchenstraße bleibt Fußgängerzone
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18:10 28.04.2018
Grömitz

War früher der Bereich für Anlieger frei, sind jetzt nur festgeschriebene Lieferzeiten möglich. „Es gibt gute Gründe für die Fußgängerzone. Die Straße ist eigentlich nicht für den Verkehr gemacht“, betonte der Ausschussvorsitzende und Bürgervorsteher Heinz Bäker (FDP). Die Verwaltung habe sich aber Gedanken gemacht, die Regelungen soweit aufzuweichen, dass alle Anlieger zurechtkommen. Wie Sven Sindt aus dem Ordnungsamt erläuterte, erhalten Anlieger, und Gewerbetreibende zum Durchfahren der Kirchenstraße außerhalb der Lieferzeiten eine Ausnahmegenehmigung, die kurz geprüft für 25 Euro ausgestellt werde.

Taxen bekommen, so Bäker, eine pauschale Genehmigung. Allerdings sei das Parken verboten. Christoph Schöning, Inhaber eines Elektrogeschäfts, hilft dies kaum. Er habe kein Parkraum auf seinem Grundstück, müsse aber sein Geschäft anfahren, um Waren aus- und einzuladen. Bürgermeister Mark Burmeister (parteilos) sieht hier die Möglichkeit, Platz zu verpachten.

Katja Wildung, Inhaberin einer Fußpflegepraxis, hat noch ganz andere Probleme: „Mir sind schon jetzt neun Patienten abhanden gekommen, weil sie nicht mehr direkt vor die Tür fahren dürfen.“ Sie werde sogar beschimpft.

Physiotherapeut Wouter Oosterwoud hat seit 24 Jahren vor Ort seine Praxis. „Älteren Menschen können nicht mehr einfach gebracht und abgeholt werden.“ Warum könne man nicht eine verkehrsberuhigte Zone einrichten? Rainer Aichele (SPD) äußerte seine Befürchtungen dahingehend, dass sich dann der alte Mängelzustand wieder einschleichen würde. Die CDU-Fraktion hatte zwar auch für die Fußgängerzone geworben und steht nach wie vor dafür ein, dass das Befahren der Straße so unattraktiv wie möglich gemacht werden sollte, unterstützte aber einen Antrag des Bürgermeisters. Mark Burmeister sprach sich für eine verkehrsberuhigte Zone aus, wobei eine Zufahrt zur Kirchenstraße von den beiden Enden sowie vom Katerstieg aus unterbunden wird. Parken bleibe verboten, das Be- und Entladen sowie das kurze Halten vor den Praxen solle aber ermöglicht werden.

Der Antrag wurde mit den sechs Stimmen der SPD und der FWV abgelehnt, sodass weiter nach Lösungen für die Dienstleister gesucht wird, mit denen sich dann der neue Ausschuss nach der Kommunalwahl beschäftigen muss.

mb

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