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Ostholstein Kita-Umbau geplatzt: Oldenburg fehlen Krippenplätze
Lokales Ostholstein Kita-Umbau geplatzt: Oldenburg fehlen Krippenplätze
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20:33 16.08.2017
Zehn zusätzliche Krippenplätze wollte das Deutsche Rote Kreuz in Oldenburg schaffen. Ursprünglich sollte dafür das Gebäude im Weidenkamp umgebaut werden. Jetzt sind nach Angaben der Stadtverwaltung auch die Pläne für einen Neubau gescheitert. Quelle: Foto: Jen

Alles auf Null beim Thema Krippenplätze in Oldenburg: Der geplante Umbau der DRK-Kita ist gescheitert; jetzt steht die Stadt mit ihrer Suche nach zusätzlichen Betreuungsangeboten wieder am Anfang. Die Verwaltung sucht nun dringend Kita-Träger, die neue Plätze schaffen können.

Vor mehr als einem Jahr hatte die Stadtvertretung grünes Licht für die Krippengruppe im DRK-Kindergarten gegeben. Weil in Oldenburg schon damals Betreuungsplätze fehlten, wurde damals ein komplettes Konzept beschlossen. Auch zusätzliche Angebote für Drei- bis Sechsjährige wurden geschaffen: In einer neuen „Draußen-Gruppe“, die sich vorwiegend auf dem Gelände des Wallmuseums aufhält, werden seit dem Herbst 2016 bis zu 15 Kinder betreut (die LN berichteten).

Für die geplanten zehn zusätzlichen Krippenplätze sollte ursprünglich die DRK-Kita im Weidenkamp umgebaut werden. Weil die Vorgaben der Heimaufsicht sich hier nicht umsetzen ließen, wurde dann jedoch stattdessen nach einem passenden Standort für einen Neubau gesucht. Laut Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) scheiterte ein Bauvorhaben allerdings unter anderem am Widerstand von Anliegern. Ein weiterer Versuch an anderer Stelle habe letztendlich ebenfalls aufgegeben werden müssen, weil sich das Projekt für das DRK dort nicht wirtschaftlich umsetzen habe lassen.

„Die Stadt muss nun neue Überlegungen anstellen“, betont Verwaltungschef Voigt. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Unter-Dreijährige nehme zu; Eltern seien auf derlei Angebote nicht nur häufig angewiesen, sondern hätten auch einen Rechtsanspruch darauf, erinnert er an die aktuelle Gesetzeslage, nach der die Stadt verpflichtet ist, den Bedarf an Krippenplätzen zu erfüllen. „Wir müssen schnellstens eine Lösung finden“, so Voigt. Die Stadt strebe nun vorrangig eine Kooperation mit einem erfahrenen freien Träger an, so der Bürgermeister. Dabei spiele es keine Rolle, ob dieser schon in Oldenburg tätig sei oder bisher nur in anderen Orten Kindertagesstätten betreibe. Die Stadt schließe aber nicht aus, eventuell auch selbst Räumlichkeiten für zusätzliche Betreuungsangebote zu schaffen – „sei es durch einen Träger oder auch in eigener Hand“.

„Wir wollen in Oldenburg nicht nur gute, sondern auch ausreichend Betreuungsmöglichkeiten vorhalten“, betont Martin Voigt. Nachdem sich alle bisherigen Planungen als nicht umsetzbar erwiesen hätten, bestehe nun dringend Handlungsbedarf. Er hoffe, dass sich schnell eine neue Lösung für den Mangel an Krippenplätzen finde. Nur so könne die Stadt mit ihrem Angebot dem Anspruch der Eltern gerecht werden – „und auch unserem eigenen“.

Weitere Artikel aus Oldenburg finden Sie unter: www.ln-online.de/Themen-A-Z/O/Oldenburg-in-Holstein

Erste Waldgruppe

Im Herbst 2016 wurde die „Draußen- Gruppe“ in Oldenburg eingerichtet – als erste Waldgruppe einer Kita im Norden Ostholsteins. Die Gruppe ist an den St.-Johannis-Kindergarten angegliedert. Bis zu 15 Kinder werden seither vorwiegend unter freiem Himmel auf dem Gelände des Wallmuseums betreut. Damit gibt es in Oldenburg nach Angaben der Stadtverwaltung etwa 250 Betreuungsplätze für Drei- bis Sechsjährige.

Bei den Krippenplätzen sind es aktuell etwa 55. Durch die Erweiterung der DRK-Kita sollten weitere zehn hinzukommen.

jen

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