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Ostholstein Kleiner Lattenzaun sorgt für großen Zoff
Lokales Ostholstein Kleiner Lattenzaun sorgt für großen Zoff
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20:10 03.07.2013
Von Sebastian Rosenkötter
Sierksdorf

Etwa zwei Millionen Euro werden im Ostseebad Sierksdorf in den Bau einer neuen Promenade zwischen dem Bach Pfingstbeek und dem Ferienpark Am Fahrenkrog investiert. Vor der Einweihungsfeier, die am 19. Juli gefeiert werden soll, droht nun allerdings ein heftiger kommunalpolitischer Streit. Es geht dabei um den Bau eines Zaunes. Bernhard Markmann, Fraktionsvorsitzender der Freien Wählervereinigung (FWV), wirft Bürgermeister Volker Weidemann (CDU) illegitimes Handeln vor.

Zum Sachverhalt: Am nördlichen Ende der Flaniermeile entsteht ein Spielplatz. Dass dieser eingezäunt werden soll — darüber sind sich die Gemeindevertreter einig. Einig sind sie sich auch, dass der Lattenzaun, der zunächst errichtet wurde, nicht geeignet ist. Markmann kritisierte nach einer Besichtigung der Baustelle am 20. Juni, dass die Holzbohlen frisch aufgesägt und entsprechend rau seien.

„Somit war eine erhebliche Gefährdung der Kinder vorprogrammiert“, meint Markmann. Auch Weidemann sprach sich gegen diesen Zaun aus. Dieser erinnere vielmehr an einen Pferdezaun denn an eine Einzäunung für einen Spielplatz.

Der Streit: Um das Problem zu lösen, lud Weidemann am 27. Juni zu einem Treffen am Spielplatz ein. Markmann ging nach eigenen Angaben davon aus, dass es sich um ein Treffen der Arbeitsgruppe „Promenade“ handele. „Das war ein Missverständnis, führte aber dazu, dass nur zwei FWV-Mitglieder und gleich zehn CDU-Leute vor Ort waren“, so Markmann. Bei diesem Treffen habe es dann zwei Abstimmungen gegeben. Zunächst habe man entschieden, dass ein Hunde- und Wildschutz zwischen der Erdkante und der untersten Bohle errichtet werden müsste. Einigkeit habe darüber bestanden, eine weitere Bohle anzubringen, die Kanten abzurunden und die Oberflächen abzuschleifen. Dann jedoch folgte die zweite Abstimmung — eine Alternative zur ersten Lösung: „Von einigen CDU-Vertretern wurde anschließend mehrfach ein Stabgitterzaun ins Spiel gebracht. Daraufhin wurde erneut abgestimmt — und bei drei Gegenstimmen wird es jetzt diese Lösung geben“, so Markmann.

„Ich kritisiere diese Abstimmung. Es ist nicht legitim, dass eine zufällig zusammengefundene Truppe so eine gravierende Änderung entscheidet. Gute und konstruktive Zusammenarbeit ist etwas anderes“, sagte Markmann. Entscheiden könne schließlich nur ein Ausschuss oder die Gemeindevertretung.

Weidemann sieht dies völlig anders: „Es war keine formelle Abstimmung oder Ausschusssitzung. Zudem hätte ich rein rechtlich die Sache auch alleine entscheiden können. Für mich war die Abstimmung eine Entscheidungshilfe. Ich wollte ein Stimmungsbild haben.“

Den Zaun hat Volker Weidemann übrigens am 29. Juni bestellt.

„Gute und konstruktive Zusammenarbeit ist mit dieser Vorgehensweise nicht vereinbar.“
Bernhard Markmann, FWV-Vorsitzender

Sebastian Rosenkötter

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