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Ostholstein Klimakonferenz: Lensahnerin gibt der Jugend eine Stimme
Lokales Ostholstein Klimakonferenz: Lensahnerin gibt der Jugend eine Stimme
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12:26 15.11.2017
Katrin Griebenow war als Jugendbotschafterin in Bonn. Quelle: SYDOROVA
Bonn/Lensahn

„Einmal weltpolitisches Geschehen miterleben – dieser Traum ging für mich und acht andere Jugendliche vergangene Woche in Erfüllung. Als Jugendbotschafter des vom Bundesumweltministerium veranstalteten Dialogs „Unser Klima – unsere Zukunft!“ durften wir am 8. und 9. November unseren Klimareport vorstellen.

Der Weg dorthin begann für mich Mitte September in Nürnberg, wo einer von drei Jugenddialogen mit insgesamt etwa 200 Teilnehmern stattfand. Aus den dort gesammelten Diskussionen, Umfragen und Ideen sollten 24 Jugendbotschafter einen Report verfassen, um der jungen Generation eine Stimme im Kampf gegen den Klimawandel zu geben.

Meine Freude war riesig, als ich tatsächlich für diese große Aufgabe ausgelost wurde und mich deshalb wenige Tage später auf dem Weg nach Berlin befand. Dort zimmerten wir mit viel Herzblut einen Report zusammen, der unsere Forderungen an die Klimapolitik wiedergab – auf nationaler wie internationaler Ebene.

Dabei ging es vor allem um Dinge, die unseren Alltag beeinflussen, wie etwa Mobilität, aber auch um Bildung, internationalen Austausch und Jugendpartizipation. Mit diesem Papier in den Händen und großer Motivation machten wir uns auf nach Bonn zur 23. Weltklimakonferenz, um unsere Ideen zu verbreiten.

Das Gelände der Konferenz teilt sich auf in die Bula-Zone, in der die Verhandlungen stattfinden, und die Bonn-Zone, wo verschiedene Länder, Organisationen und Projekte ihr Engagement vorstellen.

Während es in der Bula-Zone sehr offiziell zugeht, kann man sich die Bonn-Zone mehr wie eine große, internationale Messe vorstellen, bei der man an jeder Ecke etwas ausprobieren kann. Leider war es nicht möglich, sich alles anzuschauen, weil unser Terminplan recht eng getaktet war.

So sprachen wir mit anderen Botschaftern aus der ganzen Welt und gaben auch eine offizielle Pressekonferenz zur Präsentation des Jugendreportes (natürlich alles auf Englisch). Am kraftvollsten waren für mich allerdings die Worte der Menschen, die wirklich vom Klimawandel betroffen sind. In Deutschland scheinen die Auswirkungen noch etwas abstrakt und weit weg zu sein, doch wenn man den Menschen aus dem Sudan oder Fidschi zuhört, wird einem erst bewusst, dass verfehlte Klimaziele anderswo auf der Welt dafür sorgen, dass Menschen ihre Heimat oder sogar ihr Leben verlieren. Deshalb war es sehr ermutigend, dass UN-Pressesprecher Nick Nuttall auf unserer Pressekonferenz über den Report sagte, dass die Stimme der Jugend gehört und einbezogen werden sollte. Er wolle sich dafür einsetzen, dass es jedes Jahr zur Weltklimakonferenz eine solche Stellungnahme der Jugend gebe.

Mit diesen Worten im Kopf und dem Gefühl, wirklich etwas erreicht zu haben, war die Klimakonferenz ein tolles und sehr bereicherndes Erlebnis.“

Den Jugendreport finden Sie im Internet unter www.cop23.de/jugend/jugenddialog zum Download.

LN

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