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Ostholstein Kontroverse Reaktionen auf Batscheiders Amtsverzicht
Lokales Ostholstein Kontroverse Reaktionen auf Batscheiders Amtsverzicht
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20:10 16.06.2017
Neustadt

Dass Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider (SPD) nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung steht, sorgt in Neustadt für viel Gesprächsstoff. Wie die LN berichteten, hat sie genug von fortlaufenden persönlichen Angriffen durch einige Stadtverordnete. Ein daraus resultierender stressbedingter Ausfall führte nun dazu, dass sie 2018 nicht erneut kandidiert.

Die Reaktionen der Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung fallen unterschiedlich aus. Friedrich-Karl Kasten, Fraktionsvorsitzender der CDU, lobt die frühzeitige Bekanntgabe. „Das ist gut, fair und nötigt mir Respekt ab.“ Zugleich sagt er, dass der Kern des Problems nicht Angriffe unter der Gürtellinie gewesen seien. „Es ging um die Sache, um Zusagen, die nicht eingehalten wurden“, so Kasten, der betont, dass sein Interesse immer der Stadt gelte. Jedoch habe er den Eindruck, dass Batscheider die Aufgabe der Bürgerbetreuung- und begleitung nicht gerne angenommen habe.

Er erhoffe sich da eine Verbesserung.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Margit Giszas hingegen sagt, dass sie aufgrund der Auseinandersetzungen nicht mit einer zweiten Amtszeit gerechnet habe und die Entscheidung nachvollziehen könne.

Sie wünscht sich, dass die Wahl „nicht so eine Schlammschlacht wird wie beim letzten Mal“. Zudem begrüßt sie, dass Batscheider ihre Entscheidung bereits jetzt bekannt gegeben hat. „Wir müssen die Wahl vorbereiten und alle wissen nun, woran sie sind“, sagt die Sozialdemokratin.

Sichtlich überrascht von dem LN-Bericht wurde Clemens Reichert, Fraktionsvorsitzender der BGN. „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Wir haben mit ihr keinen Ärger gehabt“, versichert Reichert.

Zwar habe es Meinungsverschiedenheiten gegeben, dies sei jedoch normale Politik und man habe sich zusammengerauft.

Mit Bedauern reagiert Grünen- Fraktionsvorsitzender Dr. Michael Böckenhauer auf die Ankündigung der Bürgermeisterin. Sie hätten immer konstruktiv und vertrauensvoll zusammengearbeitet. „Allerdings können wir ihre Beweggründe auch gut nachvollziehen. Die von ihr angesprochenen Angriffe durch einige, wenige CDU-Stadtverordnete mögen ihren Grund darin haben, dass sie immer noch nicht verwunden haben, dass ihr Bürgermeisterkandidat 2012 mit Pauken und Trompeten durchgefallen war“, verdeutlicht Böckenhauer. Umso wichtiger sei es, nun einen Bürgermeisterkandidaten zu finden, der von allen Fraktionen getragen werde.

ser

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