Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Kooperation: Kritik und Lob für Schwarz-Grün im Kreis
Lokales Ostholstein Kooperation: Kritik und Lob für Schwarz-Grün im Kreis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:16 15.07.2013

Die Kreis-SPD und ihr politischer Nachwuchs, die Jusos, üben scharfe Kritik an der vergangene Woche unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zwischen CDU und Grünen auf Kreisebene. Junge Union und Junge Grüne hingegen begrüßen die Zusammenarbeit, die Freien Wähler hoffen durch die Machtbeteiligung der Grünen auf mehr Einfluss beim Land.

„Der Kreis braucht eine Wende und keine buchhalterische Politik, wie sie von dem neuen Bündnis angekündigt worden ist“, kritisiert SPD-Fraktionschef Burkhard Klinke die Vereinbarung. Ideen und Visionen für Veränderungen und wie der Kreis in den nächsten Jahren aussehen soll, seien im Vertrag nicht zu finden. Die CDU habe nach der Kommunalwahl ihren gelben Mehrheitsbeschaffer, die FDP, wie eine „heiße Kartoffel“ politisch fallen gelassen, und die „ehemalige Ökopartei“ zeige nun ihr wahres Gesicht. Ihr Ziel sei immer nur gewesen, „am Machthebel zu sitzen“.

In die gleiche Kerbe schlagen die Jusos. Früher hätten die Grünen Sitzblockaden für eine bessere Welt veranstaltet. Heute säßen sie höchstens noch in warmen Sesseln. „Wer neben ihnen sitzt, ist ihnen offenbar egal“, heißt es in einer Erklärung der Jusos. Irgendwo im grünen Apfel „sei der Wurm drin“.

Fraktionssprecher Malte Tech kündigt für die Freien Wähler an, Salz und Brot für das junge, schwarz-grüne Paar im „Haus Ostholstein“ beisteuern zu wollen. „Wir lassen es uns nicht nehmen, gute Ideen, die Ostholstein nach vorn bringen, mit unseren Stimmen zu begleiten“, sagt Tech. Das gelte aber auch für Themen, die eher von den Grünen gemeinsam mit der SPD besetzt seien. Politisches Ziel müsse sein, möglichst schnell die schwierige Finanzlage des Kreises in den Griff zu bekommen.

Als zukunftsfähiges Bündnis für Ostholstein bezeichnen JU-Vorsitzender Carl-Alexander Struck und Grünen-Fraktionsmitglied Jakob Brunken in einer gemeinsamen Erklärung die Zusammenarbeit. „Generationengerechte Politik, solide Finanz- und Wirtschaftspolitik, faire Sozialpolitik und besonders die unabdingbare, konsequente Haushaltskonsolidierung finden gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Grünen vorteilhafte Ziele für die Gestaltung unseres Kreises“, sagt Struck. Brunken betont, dass die Zusammenarbeit nur für die Kreisebene gelte. „Wir gehen mit der Situation um, die sich nach der Wahl im Kreis ergeben hat“, so der Junge Grüne. Die SPD solle sich lieber der Frage widmen, warum sie mit ihren sozialdemokratischen Ideologien keinen Kooperationspartner gefunden habe, ergänzt JU-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schmidt.

hm

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Inselnorden wurden Straßenschilder aufgestellt. Doch ein Gammendorfer protestiert.

Gerd-J. Schwennsen 15.07.2013

Qualifiziert für Stadtwetten-Finale in Grömitz. Windsurfer kommen 2014 wieder.

Gerd-J. Schwennsen 15.07.2013

— Mit dem Setzen der ersten Zaunelemente haben gestern die Arbeiten zum Ausbau des Oldenburger Wallmuseums begonnen.

15.07.2013
Anzeige