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Ostholstein Kräuter gegen Plagegeister
Lokales Ostholstein Kräuter gegen Plagegeister
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18:10 30.07.2018

Sommerzeit ist Mückenzeit. Wer draußen unterwegs ist, wird früher oder später gestochen. Es juckt, es brennt, das ist unangenehm. Um sich zu schützen, nutzen viele Menschen Mückensprays. Schwellen Stiche an, greifen sie zur Creme aus der Apotheke. „Wirksam ist das, keine Frage“, sagt Barbara Nehring. Aber nicht jeder wolle chemische Produkte auf seiner Haut haben. Wer im Grünen unterwegs ist, kann sich auch eine Sofort-Medizin aus der Natur zu Nutze machen. Die sei zwar nicht ganz so effektiv, halte aber auch viele Insekten fern und lindere Juckreiz und Schwellungen. Die abschreckende Wirkung pflanzlicher Stoffe halte allerdings nicht so lange wie die chemische Variante.

„Die Mückenpflanze schlechthin ist der Wegerich“, erklärt die 61-Jährige. Wegerich wirke abwehrend. Und wer gestochen worden ist, könne sich mit der Heilpflanze beispielsweise einen natürlichen Wundverband anlegen. Dazu quetscht man die grünen Blätter aus, bis sichtbar der Saft austritt und zerpflückt sie in kleine Stücke. Das Gemisch wird auf die betroffene Stelle aufgetragen und soll mindestens fünf Minuten lang einwirken – und so den Juckreiz mildern. Auch Holunder, Zitronen und Zitronengrasduft meiden die Tiere, man kann die Pflanzen beispielsweise auf der Fensterbank drapieren. Auf die Haut auftragen sollte man sie wegen starker Belastung nicht.

Basilikum, Geranien, Rosmarin: Diese Küchenkräuter riechen Mücken gar nicht gern. „Man kann zum Beispiel eine Pflanze vor die Haustür stellen, um die Tiere abzuwehren“, sagt Barbara Nehring. Auch über die Ernährung könne man sich wappnen – mit viel Vitamin D und Vitamin B.

In der Reiseapotheke nicht fehlen sollten ätherische Öle – beispielsweise aus Geranien oder Lavendel. Wer das auf den Stich tröpfelt, zieht das Entzündliche heraus. Wichtig sei nur zu klären, ob man eine Allergie gegen bestimmte Kräuter hat. Für Kinder unter einem Jahr seien die Mittel zu stark, sagt Nehring.

Im Mittelalter benutzten die Menschen auch bestimmte Kräuter zur Insektenabwehr. Beispielsweise Waldmeister. Wenn die Pflanze welkt, entwickelt der Inhaltsstoff Kumarin einen würzigen Duft. „Menschen mögen das, Insekten eher weniger“, sagt Nehring. Deshalb sei getrockneter Waldmeister früher ein probates Mittel gewesen, um Insekten aus den Räumlichkeiten zu verbannen. Abgesehen von Kräutern kann natürlich auch die richtige Kleidung schützen: Lange Hosen, Socken und langärmlige Oberteile verringern die Gefahr, gestochen zu werden.

Von Saskia Bücker

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