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Ostholstein Kraftakt um Aussichtsturm
Lokales Ostholstein Kraftakt um Aussichtsturm
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19:12 24.06.2016

Maritime Optik statt moderne Gestaltung – das ist der neue Lösungsweg. Dazu ein Zeltdach, das an den historischen Wartturm erinnert. Und ein Aufzug als Alleinstellungsmerkmal: Fehmarns künftiger Aussichtsturm in Burgtiefe soll barrierefrei werden.

Donnerstagabend fand der Tourismusausschuss doch noch einen Ausweg aus dem Planungs-Fiasko. Denn im Mai waren alle aktuellen Entwürfe vom Planungsbüro Benthien (Neustadt) von den Inselpolitikern abgelehnt worden. „Ein Weggucker“ lautete damals der härteste Vorwurf (die LN berichteten).

Doch das Nachsitzen hat sich gelohnt. In einer Sondersitzung präsentierte Planer Arend Schäfer neue Entwürfe, die sich wieder stärker an die ursprüngliche Planung mit „nordischer Architektur“ von 2014 orientieren. Der klassische Leuchtturm-Charakter ist offenkundig. Noch nicht entschieden ist die exakte Farbgebung. Denkbar ist ein rötlicher Farbton mit feiner Abstufung eines mittig angeordneten helleren Bandes. Zur Debatte stehen auch hellere sogenannte „Arne Jacobsen“-Farben. Endgültig festgelegt werden soll dies erst im September.

Ein Selbstgänger war die Entscheidung trotzdem nicht. Denn erstens steigen die Kosten von ursprünglich 200 000 Euro erheblich. Der Aufzug dürfte rund 82 000 Euro zusätzlich kosten. Dazu kommen noch eine regelmäßige Wartung drei bis vier Mal im Jahr sowie ein Austausch der Seile alle fünf bis sechs Jahre. Exakte Kostenschätzungen liegen dafür noch nicht vor, zudem ist unklar, ob das Land auch diese Maßnahme fördert.

Zweitens gab es strittige Detailfragen – und zwei Alternativlösungen. Ein Entwurf mit einer Außentreppe stammt von Architekt Volker Binding (Burg). Marco Eberle (Grüne) überraschte mit dem Vorschlag, statt eines Turmes eine Erdaufschüttung mit serpentinenartiger Zuwegung anzustreben: „Da kann der Besucher schon beim Aufstieg etwas erleben.“

Mehrheitsfähig waren beide Varianten aber nicht. Bei einer Gegenstimme gab es eine klare Mehrheit für die neuen Entwürfe aus dem Planungsbüro Benthien, das bei der ganzen Promenaden- und Freiraumplanung am Burger Binnensee federführend ist. Bereits im Herbst soll der erste Spatenstich für den Promenadenausbau stattfinden. Daher drängte die Zeit, für den Aussichtsturm eine Lösung zu finden.

Gerd-J. Schwennsen

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