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Ostholstein Kreis steht finanziell wieder auf eigenen Füßen
Lokales Ostholstein Kreis steht finanziell wieder auf eigenen Füßen
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21:10 26.07.2018
Kiel/Ostholstein

Nur Kiel, Lübeck, Flensburg und Pellworm (Nordfriesland) erhalten weiterhin Unterstützung vom Land. Die zwölf übrigen der bislang 16 Konsolidierungskommunen stünden mittlerweile finanziell wieder auf eigenen Füßen, heißt es aus Kiel. „Für Ostholstein waren die Landeshilfen ein Erfolg“, bilanziert Landrat Reinhard Sager (CDU). „Die Solidarmittel haben eine Trendumkehr in der Finanzentwicklung des Kreises unterstützt.“ Hinzu seien aber auch eigene Sparanstrengungen des Kreises und die Unterstützung der ostholsteinischen Gemeinden und Städte bei der jeweiligen Festsetzung der Höhe der Kreisumlage gekommen. Der Kreis hatte zwischen 2012 und 2018 rund 9,5 Millionen Euro aus dem Hilfeprogramm des Landes überwiesen bekommen. Der Fördertopf speiste sich aus Mitteln des Landes und der Solidargemeinschaft aller schleswig-holsteinischen Kommunen (Gemeinden, Städte und Kreise).

Landrat Reinhard Sager.

Sager zur aktuellen Situation: „Inzwischen ist der Kreis aus der Abhängigkeit der Konsolidierungsmaßnahmen sowie der Fehlbetragszuweisungen befreit, auch wenn der Vertrag noch bis Ende 2018 läuft.“

Die Haushaltsabschlüsse der jüngsten Jahre seien erfreulich. So schloss der Kreis 2017 bereits mit einem Jahresüberschuss ab. Für 2018 wird ein Plus von 14,7 Millionen Euro erwartet. Sager:

„Vorausgesetzt, dass es in den folgenden Jahren nicht erneut zu einem konjunkturellen Einbruch kommt, wäre Ostholstein somit in die Lage versetzt, erstmals wieder eine Rücklage zu bilden.“

Wie sehr die Schuldenlast in den vergangenen Jahren drückte, belegen diese Zahlen: Der Schuldenstand (Kredite) betrug 2010 noch 75,5 Millionen Euro, bis Jahresende 2017 konnte die Verschuldung auf 43,5 Millionen abgebaut werden. Muss Ostholstein nun ohne Landeshilfen Verzicht üben? „Nein!“, sagt Sager. „Gegenwärtig dürfte eine gute Ausgangsbasis dafür geschaffen sein, wieder verstärkt in die eigene Infrastruktur zu investieren, um den Bau- und Unterhaltungsstau zu beheben.“

lg

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