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Ostholstein Kreuzfahrt endet im Schweinestall
Lokales Ostholstein Kreuzfahrt endet im Schweinestall
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18:12 16.01.2017
Die Darsteller (hinten, v.l.): Dirk Frauer als Walter, Rosemarie Wichmann als Klatschbase Lisa, Thore Kähler als Azubi Jan, Willi Neumann als Dorfgendarm und „Toseggersch“ Alice Schläppi. Zudem (vorne, v. l.): Nicole Meß als Bauersfrau, Marlis Meier als Tochter Anna und Oliver Meß als Bauer Jupp Speckmann. Quelle: Foto: Mk
Landkirchen a. F

Er scheint sich gut auszukennen im dörflichen Milieu, der Autor Carsten Lögering. Denn die Figuren seines Stückes kommen in wichtigen Wesenszügen den Zuschauern ziemlich bekannt vor. Allen voran die Tratschtante des Dorfes, Lisa Poppe, treffend dargestellt von Rosemarie Wichmann. Ihr entgeht rein gar nichts und hat sie etwas Neues aufgeschnappt, dann schwingt sie sich flugs auf ihr Fahrrad, um es im ganzen Ort publik zu machen. Oder Dorfgendarm Bernd Becker (überzeugend und urkomisch gespielt von Willi Neumann), der überall gern privat mitmischt, wenn es ernst wird aber sofort seine Mütze aufsetzt und im Dienst ist. Der Junggeselle hat überdies eine Schwäche für das weibliche Geschlecht, was zu haarsträubenden Missverständnissen führt.

Der lustige plattdeutsche Dreiakter „Krüzfohrt in’ Schwienstall“ (Kreuzfahrt in den Schweinestall), den die Laienspielgruppe der Landkirchener St.-Marien-Gilde in dieser Spielsaison einstudiert hat, brachte bei den öffentlichen Generalproben am Wochenende zweimal „volles Haus“ im Saal von „Petersens Gasthof“ in Landkirchen. Und viel Applaus und wahre Lachsalven. Ein selbst angefertigtes Bühnenbild und sorgfältig ausgewählte Requisiten und Kostüme sorgen dafür, dass es rundherum eine gelungene Inszenierung geworden ist. Als „Toseggersch“ (Souffleuse) fungiert Alice Schläppi.

Bauer Jupp Speckmann (Oliver Meß) lebt mit seiner Frau Gerda (Nicole Meß) und Tochter Anna (Marlis Meier) auf seinem Hof. Die Arbeit lässt er gern von seinem Auszubildenden Jan (Thore Kähler) erledigen, er selbst spricht mit seinem Kumpel Walter (Dirk Frauer) lieber dem Alkohol zu. Jan hat ein Auge auf die hübsche Anna geworfen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit verschwinden die beiden auf dem Heuboden. Beim Gildefest gewinnt Tochter Anna bei der Tombola den Hauptgewinn, eine einwöchige Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer. Da der Preis aber nur für eine Person gilt und sie ihren Jan nicht mitnehmen kann, schmuggelt sie die Reiseunterlagen ihrem Vater Jupp in die Jackentasche. Dieser war beim Gildefest so blau, dass er sich ohnehin an nichts mehr erinnern kann. Weil er panische Angst vorm Wasser hat, schenkt er die Reise seinem Freund Walter, lässt aber seine Familie in dem Glauben, er sei gefahren, und versteckt sich eine Woche lang im Schweinestall. Nun nimmt das Verwechslungsspiel mit urkomischen Szenen seinen Lauf. Die Handlung eskaliert, als Jupp neue „Kledasch“ braucht. Weil er im Wäschekorb nur Frauenkleidung findet, zieht er diese an und gibt sich, als er entdeckt wird, als seine Schwester Judith aus. Nicht einmal seine eigene Frau merkt etwas. Und Dorfpolizist Bernd Becker entflammt für die herbe Schönheit . . .

Mehr wird aber an dieser Stelle nicht verraten, denn es folgen noch weitere Aufführungen: Am Sonnabend, 21. Januar, beim Wintervergnügen der St.-Marien-Gilde ab 17 Uhr bei „Petersen“ und am 8.

Februar beim Grünkohlessen der CDU ab 19.30 bei „Meetz“ in Bannesdorf.

Michael Kirchner

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