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Ostholstein Kreuzfahrtschiff „MSC Opera“ nach Stromausfall evakuiert
Lokales Ostholstein Kreuzfahrtschiff „MSC Opera“ nach Stromausfall evakuiert
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19:10 16.05.2011
Quelle: dpa
Schleswig-Holstein

Blackout auf dem Traumschiff mit

traurigen Folgen: Die 1700 Passagiere des italienischen

Kreuzfahrtschiffes „MSC Opera“ haben am Montag unfreiwillig in

Bussen die Heimreise angetreten, weil auf der Ostsee plötzlich der

Strom komplett ausgefallen war.

„Niemand ist zu Schaden gekommen,

aber das plötzliche Ende dieser Kreuzfahrt ist natürlich für die

Reisenden sehr ärgerlich“, sagte ein Reedereisprecher der

Nachrichtenagentur dpa in der kleinen schwedischen Hafenstadt

Nynäshamn. Nach Reisebüro-Angaben waren auch Deutsche betroffen.

Sonntagmorgen war auf dem 250 Meter langen und erst 2004 gebauten

Kreuzfahrtschiff nördlich von Visby auf der Insel Gotland auf einmal

der Strom weg. Bei sehr ruhigem Wetter bestand keine Gefahr für die

Passagiere und die Besatzung. Trotzdem versuchte die zuständige

italienische Reederei MSC, alle Reisenden auf der Ferieninsel

Gotland unterzubringen. Denn auf der „Opera“ ging nichts mehr: Bis

hin zur Toilettenspülung ist hier praktisch alles von Elektrizität

abhängig.

Auf Gotland aber waren nicht genug Betten für so viele Menschen

aufzutreiben. So mussten die Reisenden an Bord ausharren, bis ein

Schlepper das 58 600 Tonnen schwere Schiff Montagmittag nach

Nynäshamn am schwedischen Festland bugsiert hatte. „Glücklicherweise

kam der Strom schon unterwegs nach und nach zurück, so dass sich die

Unannehmlichkeiten in Grenzen hielten“, sagte der schwedische

Reederrepräsentant Claes Tamm.

In Nynäshamn soll das Schiff nun auf Herz und Nieren untersucht

und repariert werden. Die Reisenden wurden auf Booten an Land und

dann in Bussen ins 50 Kilometer entfernte Stockholm gebracht. Vom

Flugplatz Arlanda waren für den Abend Sonderflüge nach Amsterdam und

ins südenglische Southampton geplant, wo die Kreuzfahrt begonnen

hatte.

Kleiner Trost für die Kreuzfahrt-Pechvögel: Nach Stationen in

Stockholm, dem finnischen Helsinki und russischen St. Petersburg

stand nur noch ein Stopp in Kopenhagen vor der eigentlich auf See

geplanten Rückkehr zu den Ausgangshäfen aus.

LN

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