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Kreuzfelder Wehr sauer: Neues Gerätehaus lässt auf sich warten

Malente Kreuzfelder Wehr sauer: Neues Gerätehaus lässt auf sich warten

Eine Toilette für 37 Feuerwehrleute, keine Duschen und sehr beengte Platzverhältnisse:  Das Gerätehaus der Kreuzfelder Wehr genügt schon seit Langem nicht mehr den Anforderungen. Eigentlich sollte der Neubau schon vor einem Jahr stehen, doch die Kreuzfelder warten noch immer.

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Ausrücken aus dem Carport: Das Gerätehaus der Kreuzfelder Ortswehr ist schon jetzt deutlich zu klein für die Feuerwehrleute und die Fahrzeuge.

Quelle: Fotos: Dis

Malente. Im Mai 2016 hatte der damalige Innenminister Stefan Studt (SPD) einen Förderbescheid über 900000 Euro an den damaligen Malenter Bürgermeister Michael Koch (parteilos) übergeben. Schon damals war der Zeitplan wegen der schwierigen Bauleitplanung infrage gestellt worden. Dorfvorsteher Wilfred Knop hoffte auf einen ersten Spatenstich Anfang 2017. Mittlerweile neigt sich auch dieses Jahr dem Ende und der Ausschuss für Bau-, Wege-, Umwelt- und Wirtschaftsförderungsangelegenheiten ist immer noch damit beschäftigt, „diese Planung etwas voranzubringen“.

LN-Bild

Eine Toilette für 37 Feuerwehrleute, keine Duschen und sehr beengte Platzverhältnisse: Das Gerätehaus der Kreuzfelder Wehr genügt schon seit Langem nicht mehr den Anforderungen. Eigentlich sollte der Neubau schon vor einem Jahr stehen, doch die Kreuzfelder warten noch immer.

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Angesichts dieser Situation stand Ortswehrführer Andree Bendrich in der Sitzung am Mittwochabend auf und forderte von den Gemeindevertretern deutlich mehr Unterstützung für das Vorhaben. „Wir sind jetzt seit sechs Jahren in der Vorleistung und wollen uns nicht mehr vertrösten lassen“, kritisierte er die langsame Planung. Damals habe man begonnen, die kleine Ortswehr von 20 auf 37 Aktive aufzustocken, um den Brandschutz im Zentralort Malente zu gewährleisten.

Denn ohne die Unterstützung aus Kreuzfeld könnte die gesetzliche Hilfsfrist für die Bereiche bis zur Bahnstrecke nicht erfüllt werden. Eine ironische Folge: Ohne diese Bereitschaft, die zusätzliche Aufgabe zu übernehmen, hätte in diesem Bereich keine Baumaßnahme genehmigt werden können, sagte Bendrich. Die Kreuzfelder Feuerwehrleute hätten dafür einiges an zusätzlichen Diensten und Pflichten auf sich genommen. „Wir machen das gerne und erwarten auch keine Vorzugsbehandlung, aber Zusagen sollten eingehalten werden“, sagte der Ortswehrführer. Das neue Feuerwehrgerätehaus sei kein Luxus, den man sich wünsche, sondern schlicht notwendig um vernünftig arbeiten zu können. „Wir haben für 37 Leute gerade einmal eine Toilette. Es gibt keine Duschen, um sich nach dem Einsatz frisch zu machen. Beim Umziehen in der engen Garage holt man sich blaue Flecken und der Schulungsraum ist zu klein“, beschrieb Bendrich ein typisches Szenario. „Unsere Geduld ist am Ende, und ich bin entsetzt, dass sie jetzt so tun, als könnten wir alles auf Null setzen, um noch einmal von vorne anzufangen.“ Ausschlaggebend für Bendrichs Brandrede war die Reaktion der Ausschussmitglieder auf eine Stellungnahme der Landesplanungsbehörde zur Änderung des Flächennutzungsplanes bezüglich des Baugrundstücks für das neue Feuerwehrhaus. „Der zurzeit anvisierte Standort liegt abgesetzt der Ortslage in der freien Landschaft und trägt daher zur Zersiedelung bei.“ Aus planerischer Sicht sei daher eine besser angebundene Fläche zu wählen.

Während der Ausschussvorsitzende Jürgen Redepenning diese Bewertung als nicht allzu positiv für das Gesamtvorhaben wertete, gingen Uwe Potz und Klaus Schützler noch einen Schritt weiter. Wäre es nicht sinnvoller, das neue Gerätehaus am alten Standort zu bauen, wenn der neue Platz offensichtlich nicht genehmigungsfähig sei, fragte Uwe Potz und trat damit eine Diskussion los, in der bekannte Argumente ausgetauscht wurden, deren Abwägung letztlich für die Entscheidung des Neubaus auf der grünen Wiese geführt hatte.

Abschließender Konsens: Trotz der Einwendungen der Landesplanung billigte der Ausschuss die Entwürfe für die Änderungen des Flächennutzungsplanes und beschloss die öffentliche Auslegung.

 Von Dirk Schneider

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