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Ostholstein Kreuzung am Süseler Baum kommt auf den Prüfstand
Lokales Ostholstein Kreuzung am Süseler Baum kommt auf den Prüfstand
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21:17 20.09.2016
Ist diese Kreuzung unübersichtlich? Zwei Stoppschilder und eine Vorankündigung weisen Autofahrer, die aus Richtung Middelburg die Gemeindestraße „Am Süseler Baum“ befahren, auf die vorfahrtberechtigte Landesstraße 309 hin. Zu den jüngsten Unfällen kam es, weil sie missachtet, übersehen oder der Verkehr falsch eingeschätzt wurde. Quelle: pet
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Süsel

Kreisel bauen oder Kreuzung behalten? Nach dem tödlichen Unfall am Sonntag, bei dem ein Motorradfahrer schwer und seine Ehefrau auf dem Soziussitz tödlich verletzt wurden, weil ein Autofahrer die Vorfahrt missachtete, wird über ein Entschärfen der Kreuzung am Süseler Baum neu diskutiert – auch auf unserer Facebook-Seite. „Wann begreift man endlich bei Straßenbauamt und Verwaltung, dass dort dringend ein Kreisverkehr gebaut werden muss?“, fragt ein Leser. „Nur weil zig Fahrzeuglenker zu bräsig zum Fahren sind, muss man Deutschland nicht mit Verkehrsbremsen pflastern“, kontert ein anderer.

„Aus rein verkehrstechnischer Sicht gibt es keine Defizite“, heißt es im Kieler Verkehrsministerium zur Kreuzung L 309/An der Bäderstraße. Aus Sicht der Straßenbauingenieure und vom Verkehrsfluss her sei dies kein kritischer Knotenpunkt, erläutert ein Sprecher auf Anfrage. Andererseits seien die jüngsten Unfälle tragisch. Drei Mal innerhalb von gut zwei Monaten hat es auf der Kreuzung gekracht. Die schreckliche Bilanz: Eine Tote und 13 zum Teil schwer Verletzte.

Das Ministerium will deshalb beim Landesbetrieb Straßenbau und bei der Polizei noch einmal um eine genaue Analyse des Unfallgeschehens nachsuchen, um zu klären, ob es vielleicht doch Unfallursachen jenseits gehäufter individueller Fahrfehler gibt. „Bisher gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass die Kreuzung besonders brisant ist“, heißt es in Kiel. Auffällig ist allerdings, dass meist auswärtige Fahrer Unfallverurscher sind. Am Sonntag war es 32-jähriger Mann aus Sachsen.

Einen festen Kriterienkatalog für den Bau von Kreiseln gibt es nach Auskunft des Ministeriums nicht. Das sei abhängig von örtlichen Gegebenheiten und der jeweiligen Situation. „Ein Kreisel entschärft immer“, erklärt ein Sprecher der Polizeidirektion in Lübeck. Andererseits sei schwer vorzubeugen, wenn Autofahrer unkonzentriert oder abgelenkt auf eine Kreuzung zufahren.

Extra-Kontrollen, ob das Stoppgebot beim Einfahren auf die L 309 eingehalten wird, seien nicht geplant. „Dann wird mehr auf die Polizei als auf die Stoppschilder geachtet“, winkt der Sprecher ab.

Auch Radfahren soll sicherer werden

Radfahrer auf der Gemeindestraße „Am Süseler Baum“ sollen künftig sicherer unterwegs sein. Süsels Bürgermeister Holger Reinholdt will prüfen lassen, ob ein eigener Radfahrstreifen auf der Fahrbahn markiert werden kann. Diese und andere Möglichkeiten sollen mit Polizei und Landesbetrieb Straßenbau erörtert werden, wenn es zur Vor-Ort-Besichtigung der Kreuzung Süseler Baum kommt. Der Termin ist für den 4. Oktober angesetzt. Der Radweg, eigentlich ein Bürgersteig, auf dem Radfahren erlaubt ist, sei zu schmal. Außerdem verlaufe er auf etwa 150 Metern Länge direkt an einem steilen Abhang, räumte Reinholdt ein. Zwei Radfahrerinnen seien hier zuletzt gestürzt, zum Glück ohne schwere Verletzungen. Für ein Absichern des Weges am Abhang etwa durch einen Zaun fehle der Platz. pet

Arnold Petersen

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