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Ostholstein Kritische Nachfragen zum Energiepass
Lokales Ostholstein Kritische Nachfragen zum Energiepass
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20:30 03.05.2016
André Jörns und Andrea Neuwohner vom Vorstand von Haus & Grund Fehmarn. Quelle: Schwennsen

Die zu Jahresbeginn in Kraft getretene neue Energieeinsparverordnung sorgt unter den Hauseigentümern auf der Insel nicht nur für Jubelstimmung. „Der Energiebedarf muss um 25 Prozent gesenkt werden“, betonte Dirk Jansen, 2. Vorsitzender von Haus & Grund Fehmarn, auf der Jahresversammlung. Doch wer legt die Kriterien fest? „Viele Eigentümer sind verunsichert“, unterstrich Vorsitzender André Jörns. Tatsächlich gab es etliche kritische Nachfragen von den Mitgliedern. Jörns selbst sprach kritisch vom „Gottvertrauen in Energieberater“.

Dass der Energieausweis derzeit nur beim Hausverkauf und bei Mietwohnungen unabdingbar sei, beruhigte die Zuhörer nicht. Jansen selbst hält es für möglich, dass der Energieausweis für Ferienwohnungen eines Tages kommen wird. Gefordert sei er zudem bereits für Gebäude mit „regem Publikumsverkehr“. Prompt kam der sarkastische Zuruf: „Für meinen Carport brauche ich keinen Energieausweis — noch jedenfalls nicht!“

Rund 240 Mitglieder stark ist Haus & Grund auf Fehmarn. Wiedergewählt wurde Kassiererin Andrea Neuwohner. In Heiligenhafen, wo Jörns 2. Vorsitzender ist, liegt die Mitgliederzahl bei 200.

Verbandsjuristin Friederike Wachs (Kiel), die in Burg regelmäßig Sprechstunden anbietet, griff einige aktuelle Themen auf. So gebe es auf Fehmarn weder eine Mietpreisbremse wie in einigen Kommunen mit angespanntem Wohnungsmark noch einen Mietspiegel. Außerdem erläuterte sie die derzeit gültigen Mietverträge zur Unterbringung von Flüchtlingen. Sie seien angelehnt an Gewerberaummietverträge. Wer an Flüchtlinge privaten Wohnraum vermieten wolle, gehe kein unüberschaubares Risiko ein: „Vertragspartner sind die Kommunen. Und es gibt flexible Kündigungsfristen.“

Nachfragen gab es zu den ausstehenden Müllentsorgungs-Bescheiden des Zweckverbandes Ostholstein für 2016. Laut Wachs sei dies rechtens, da dem ZVO bislang eine rechtssichere Kalkulationsgrundlage fehle. Sie riet dazu, Rücklagen in bisherigen Höhe zu bilden. Kritisiert wurde auf der Versammlung, dass dadurch beim Hausverkauf oder Mieterwechsel aber zusätzliche Problem für die Hauseigentümer entstünden.

Von gjs

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