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Ostholstein Kritisches Hinterfragen einer Spende
Lokales Ostholstein Kritisches Hinterfragen einer Spende
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20:26 07.09.2016

Für gewöhnlich ist die Stadt Eutin äußerst dankbar für Spenden aller Art. Die von der Schülerhilfe Eutin zugedachten Gutscheine in Höhe von 894 Euro, die die Einrichtung anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens für Nachhilfeunterricht für sozial bedürftige Kinder stiften will, teilten den Hauptausschuss allerdings in zwei Lager. CDU und FDP beschlichen angesichts des Angebots erhebliche Zweifel.

2010 übergab Axel Jakobi von der Schülerhilfe schon einmal Lerngutscheine. Damals war die Annahme kein Problem für Elgin Lohse.

„Wer soll denn entscheiden, welche Kinder Hilfe in welchem Umfang bekommen sollen?“, fragte Dieter Holst (CDU) in die Runde. Mehr noch missfiel ihm, dass die Spende ja quasi wieder an die Firma zurückgehe oder in ihr verbleibe. „Wir sollten uns da lieber raushalten“, so Holst, der übermorgen, am Sonnabend, als Bürgervorsteher am Empfang in den Räumen der Schülerhilfe teilnehmen wird und dort die Gutscheine entgegen nehmen soll.

Die FDP schloss sich den Bedenken der CDU an, die Elgin Lohse noch spitzer formulierte: „Hier wird ein Produkt verschenkt, was man mit dem Stadtwappen versehen will. Das kann die Schülerhilfe auch ohne die Stadt vertreiben.“ Für die Einrichtung sei das ein sehr werbewirksames Mittel. „Aber wir sollten uns nicht vor den Karren spannen lassen“, so Lohse weiter. Allerdings war es ihr im September 2010 in ihrer Funktion als erste stellvertretende Bürgermeisterin nicht schwergefallen, von Axel Jakobi eben solche Lerngutscheine freudig entgegenzunehmen. Zum Einzug in neue Räume am Markt 12 a hatte die Schülerhilfe damals Nachhilfestunden im Wert von 720 Euro spendiert – was von keinem Stadtvertreter in irgendeiner Form beanstandet worden war.

Grüne und SPD ließen die Kritik von CDU und FDP nicht gelten: „Hier soll Kindern geholfen werden.“ Mit 6:5 Stimmen wurde die Spende angenommen.

ben

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