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Ostholstein Künftig kein ICE-Halt auf Fehmarn
Lokales Ostholstein Künftig kein ICE-Halt auf Fehmarn
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12:00 23.05.2016
Hannelore Kammer (l.) vom Seniorenbeirat Fehmarn im Gespräch mit den DB-Vertretern Maja Weihgold und Michael Heß. Quelle: gjs

 Das gilt vor allem für die künftige Schienenanbindung der Insel im Nah- und Fernverkehr. Ansprechpartner Maja Weihgold, Sprecherin Großprojekte bei der Bahn AG, und Michael Heß (DB Netze) stießen in Burg daher auf viele kritische Fragen.

Keine gute Nachrichten gab es für Bahnreisende im Fernverkehr. Wenn der geplante Belttunnel frühestens 2028 eröffnet wird, fällt der Bahnhof Puttgarden weg. Weihgold stellte klar: „Er ist technisch nur notwendig fürs Rangieren im Fährverkehr.“ Danach sei auf Fehmarn kein ICE-Halt mehr geplant, sondern im Kreisnorden nur in Oldenburg. Die Ein- und Aussteigezahlen rechtfertigten keinen Fernhalt auf der Insel – es sei denn, die Stadt Fehmarn baue ihn. Angesichts einer Millioneninvestition hat Bürgermeister Jörg Weber (SPD) das inzwischen aber als nicht finanzierbar eingestuft.

Starken Raum nahm die künftige neue Sundquerung – ob als Brücken- oder Tunnelneubau – ein. Der alten Sundbrücke von 1963 räumte Weihgold keine Zukunftschance ein: Bei einer Restnutzungsdauer von etwa 30 Jahren könne sie den gegenwärtigen Verkehr bewältigen, habe aber „keine Reserven“ für den künftig stark wachsenden Belttunnel-Verkehr.

Ausführlich skizzierte Weihgold die Voruntersuchungen zur Hinterlandanbindung und zur Sundquerung. Umwelt- und Naturschutzaspekte gehörten genauso dazu wie archäologische Aspekte. „Zum Beispiel gab es im Oldenburger Bruch schon Leben vor uns“, betonte sie. Dazu kämen schall- und erschütterungstechnische Details: „Die werden zimmerscharf berechnet, sobald die tatsächliche Trasse feststeht.“ Auf kritische Nachfrage zur Gleichbehandlung von Mensch und Kröten betonte Weihgold: „Der Mensch darf so wenig wie möglich beeinträchtigt werden, bei Tieren geht es darum, so wenige wie möglich zu töten.“

gjs

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