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Ostholstein Künstler fragen „Warum nicht?!“
Lokales Ostholstein Künstler fragen „Warum nicht?!“
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10:00 14.04.2016
Hier zeigt die Fördervereins-Vorsitzende Karin Klindwort im Eutiner Kreishaus eines der von ihr geschaffenen Gemälde. Quelle: Fotos: Christina Düvell-Veen

Selbst Karin Klindwort als Vorsitzende des Fördervereins Bildende Kunst Ostholstein ist erstaunt. „Die Verschiedenheit ist unglaublich“, versucht sie, die 26. Kreisausstellung in Worte zu fassen. Ostholsteins freischaffende Künstler und Künstlerinnen haben sich zum Thema „Warum nicht?!“ Gedanken gemacht und diese in Gemälde, Fotografien und Skulpturen umgesetzt.

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26. Kreisausstellung des Fördervereins Bildende Kunst Ostholstein wird am nächsten Sonntag eröffnet.

„Die Verschiedenheit in der Kreisausstellung ist unglaublich.“ Vereins-Vorsitzende Karin Klindwort

 Eröffnet wird die Kreisschau am nächsten Sonntag, 17. April, um 11.30 Uhr von ihrem Schirmherrn, Landrat Reinhard Sager, im Neubau des Kreishauses in Eutin. Gestern wurden die Exponate auf den Fluren im Erdgeschoss sowie im ersten Stock aufgehängt und aufgestellt. Zuvor hatte eine fünfköpfige Jury eine Auswahl aus den insgesamt 210 eingereichten Werken getroffen. Gezeigt werden bis zum 8. Mai 158 Exponate von 77 Künstlern und damit so viele wie noch niemals zuvor. Die meisten der Künstler leben im Kreis Ostholstein, wenige kommen aus Lübeck oder Neumünster.

Die Arbeiten für diese Kreisschau, die alle zwei Jahre stattfindet, wurden am Montag ins Kreishaus gebracht und dort am Dienstag von einer fünfköpfigen Jury begutachtet. „Ausgestellt wird nur das, was vernünftig gearbeitet wurde“, erläuterte Karin Kindwort das Hauptkriterium. So gehe es nicht darum, ob beispielsweise bei einem gegenständlichen Gemälde die Arme richtig dargestellt wurden, sondern vielmehr darum, wie ein Bild konstruiert und ob es farblich gut gemacht ist. Klindwort: „Einsendungen, bei denen ein bisschen herumgeschmiert wurde, gehen gar nicht.“

Schließlich verstehen sich die Mitglieder des Fördervereins nicht als Hobbymaler. Unter den 110 Mitgliedern seien Profis, aber auch „Spätberufene“, so Klindwort. Zu ihnen zählt die Vorsitzende die Künstler, die erst nach ihrem Berufsleben oder durch Schicksalsschläge zur Kunst gekommen seien. Viele von ihnen hätten Kurse belegt oder Kunstakademien besucht, viele seien aber auch Autodidakten.

„In jedem Fall geht es um die Qualität der Arbeiten, nicht aber um den Werdegang der Künstler“, so Karin Klindwort.

An die für sie richtigen Stellen gehängt und gestellt wurden die 158 Exponate gestern von zahlreichen Ausstellungs-Teilnehmern. „Eifersüchteleien gibt es hier bei uns nicht. Wir entscheiden gemeinsam, welcher Platz für welches Werk der richtige ist.“ Es werde sehr gemeinschaftlich gearbeitet, beschreibt Karin Klindwort das „Hänge-Team“.

Auch wenn die aktuelle Ausstellung noch nicht eröffnet ist, so wird doch schon über die Schau in zwei Jahren nachgedacht. Über das Thema soll demokratisch abgestimmt werden. Dies geschieht an einem Stammtisch, zu dem sich die Fördervereins-Mitglieder an jedem ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr im Landgasthof Kremper Krug in Altenkrempe treffen. Neue Mitglieder sind stets willkommen. „Wir nehmen jeden auf“, lädt Karin Klindwort zum Mitmachen ein.

Die Ausstellung im Kreishaus ist geöffnet montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr, freitags von 9 bis 12 Uhr und sonntags von 14.30 bis 17 Uhr.

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Zur Ausstellungs-Eröffnung wird der Literaturwissenschaftler Dr. Wolfgang Griep sprechen. Für die musikalische Umrahmung sorgt die A-capella-Gesangsgruppe „Huckleberry Finn“.

Von Christina Düvell-Veen

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