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Ostholstein Kult(o)urnacht soll es auch 2017 geben
Lokales Ostholstein Kult(o)urnacht soll es auch 2017 geben
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20:39 31.08.2016
„Wir brauchen ein neues Konzept für die Kult(o)urnacht.“ Heiko Müller (parteilos), Bürgermeister

Nach der Berichterstattung über die Heiligenhafener „Kult(o)urnacht“ fühlt sich Bürgermeister Heiko Müller (parteilos) mit seiner Position falsch verstanden. Sein in der Stadtkirche angekündigter Rückzug der Rathaus- Crew aus dieser Veranstaltung (LN berichteten) habe sich keineswegs auf die Veranstaltung als Ganzes bezogen und sei definitiv auch nicht als Retourkutsche auf die von der Stadtvertretung abgelehnten Pläne für ein neues Bildungs- und Kulturzentrum zu verstehen, betonte Müller. Seine Aussagen wolle er vielmehr als einen „Weckruf für die Kulturarbeit in Heiligenhafen“ verstanden wissen.

Der angekündigte Rückzug habe sich lediglich auf die Veranstaltung im Innenhof des Rathauses im Rahmen der „Kult(o)urnacht“ bezogen, sagte Müller im Gespräch mit den LN. „Meine Mitarbeiter haben hier Jahr für Jahr ein hohes Engagement gezeigt, Ausschank und Grillgut organisiert, die Bühne aufgebaut – und mussten trotzdem immer wieder Kritik einstecken, weil es nicht so lief wie in einer Kneipe.“

Auch am zu einseitigen Musikprogramm habe es immer wieder Kritik gegeben, „obwohl der Innenhof immer voll war“. Seine Mitarbeiter hätten deshalb bereits im vergangenen Jahr überlegt, sich nicht mehr zu beteiligen.

Die Organisation der „Kult(o)urnacht“ werde man dagegen auch in Zukunft übernehmen, wenngleich aus Müllers Sicht das Konzept neu überdacht werden müsse. „An mehreren Stationen waren rund ein Drittel weniger Besucher als in den Vorjahren. Für mich ein Hinweis, dass es mit einem ,Weiter so!‘ nicht getan ist“, sagte Müller.

Kritik übt er zudem an den Gewerbetreibenden. Die Vereinigung „Partner mit Herz“ fordere seit langem eine Belebung der Innenstadt. Müller: „Dann wünsche ich mir von denen aber auch ein stärkeres Engagement bei der Kultournacht – in finanzieller Hinsicht, aber auch durch eigene Veranstaltungen oder Ideen.“

Seinen Hinweis auf die gescheiterten Pläne für ein neues Bildungs- und Kulturzentrum – in der jüngsten Stadtvertretersitzung waren sie mit großer Mehrheit abgelehnt worden – will Müller dagegen nicht im Zusammenhang mit der „Kult(o)urnacht“ sehen. „Es geht mir hier um ein grundsätzliches Verständnis von Kulturarbeit in Heiligenhafen. Die Stadtvertreter haben zuletzt Pläne ablehnt, die über einen langen Zeitraum verfolgt wurden und zu denen wir Zuschüsse in Höhe der Hälfte der Kosten einwerben konnten. Wenn sie dies nicht wollen, erwarte ich alternative Vorschläge aus den Fraktionen, wie wir die Kulturarbeit in Heiligenhafen voranbringen können.“

Einen Vorschlag, wie ihn der Grünen-Fraktionssprecher Gerd Panitzki in Form einer stark abgespeckten Variante im Zusammenhang mit dem neuen Gilde-Gebäude eingebracht hatte, hält er für wenig aussichtsreich. „Wir haben dort weder einen behindertengerechten Zugang noch Parkplätze – das ist alles andere als das, was wir für eine Neuausrichtung unserer Kulturarbeit brauchen.“

Laut Stadtmanagerin Sandra Hamer nehmen jährlich rund 5000 Besucher an der „Kult(o)urnacht“ teil. Für die 15. Neuauflage im kommenden Jahr, so Müller, müssten sich jetzt alle Beteiligten an einen Tisch setzen, um der Veranstaltung neues Leben einzuhauchen.

Thomas Klatt

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