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„Kult.kom“: Deutsch-dänische Spiele ohne Grenzen

Heiligenhafen „Kult.kom“: Deutsch-dänische Spiele ohne Grenzen

16 Schüler aus Heiligenhafen und 22 von der Insel Møn tauschten sich sportlich und sprachlich aus.

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Lehrer Kenneth Andersen teilt die Gruppen beim Sport ein.

Heiligenhafen. Hot Dog trifft auf Fischbrötchen, Lehrer-Duzen auf Lehrer-Siezen, Dannebrog auf Schwarz-Rot-Gold, Deutsch-Anfänger auf Dänisch-Anfänger: Willkommen in der Warderschule Heiligenhafen, wo sich gestern 16 deutsche und 22 dänische Siebtklässler im Rahmen des EU-Projektes „Kult.kom“ sprachlich und menschlich näherkamen.

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Hüpfen macht Spaß: Alle 38 Schüler des Austauschs freuten sich auf zwei gemeinsame Stunden in der Sporthalle der Warderschule in Heiligenhafen. Es wurde in gemischten Teams gespielt.

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Während die Warderschüler am Montag bei Dauerregen einige interessante Stunden auf Møn zubrachten, unter anderem mit der Besichtigung von Møns Klint, einem 128 Meter hohen Kreidefelsen, ging es am Abend gemeinsam über die Zwischenstation Fehmarn, wo die Dänen in der Jugendherberge übernachteten, zurück nach Heiligenhafen. Dort standen gestern Spiele ohne Grenzen als Teil II der Begegnung in der Sporthalle auf dem Programm.

Teenager-Gekichere dringt in den Schulflur. Bei der Begrüßung der Dänen im Schulgebäude werden Marzipan-Herzen verteilt — es menschelt. „Man merkt, am zweiten Tag sind die Schüler auch viel lockerer im Umgang miteinander. Man hat sich beschnuppert“, erläutert Rektorin Dorothea Hansen, die zwar Dänisch unterrichtet, aber in diesem Fach keine ausgebildete Lehrkraft ist. „Dänisch ist mein Hobby. Da ich aber keine Dänisch- Fachkraft im Kollegium habe, aber die Nachfrage auch aus der Elternschaft groß ist, habe ich diesen Schritt gewagt“, erzählt Hansen.

Sie und ihre Siebtklässler haben während des 24-Stunden-Kompaktkurses auf Anhieb einige Unterschiede zwischen beiden Ländern festgestellt. Einer sei, dass die dänischen Schüler ihre Lehrer duzen.

Hansen: „Natürlich wollten meine nun wissen, ob sie mich auch duzen dürften. Dürfen sie, aber nur im Dänisch-Unterricht.“ Dorothea Hansen stellte auf Møn beispielsweise auch fest, dass die dänische Regierung offenbar weit mehr Mittel in die Bildung steckt, als es diesseits der Grenze der Fall ist. „Da werden die Schüler mit IPads ausgestattet und auch das weitere Equipment ist einfach sehr hochwertig“, erzählt Hansen sichtlich beeindruckt.

Aber noch interessanter verliefen die Interaktionen zwischen den Schülern. Beide Gruppen lernen erst seit Beginn des Schuljahrs die neue Sprache. Wie aber funktioniert da die Kommunikation zwischen den Kulturen? „Auf Englisch“, sagen Partner-Lehrer Kenneth Andersen und Dorothea Hansen in einem Atemzug. Oder spielerisch beim Sport oder wie am ersten Tag auf Møn mit simplen Frage-Antwort-Dialogen.

Natürlich ist dieses Schülerprojekt auch ein Vorbote der festen Fehmarnbelt-Querung. Ein Thema, das bei den Schülern längst angekommen ist. Hansen bestätigt: „Viele Schüler wollen Dänisch lernen, weil sie wissen, dass auf sie auch ein Arbeitsmarkt in Dänemark wartet.“

Nach dem Sport gab es Mittagessen, aber weder Hot Dog noch Fischbrötchen wurden gereicht, sondern Pizza satt für alle. Das ist internationale Küche, die jeder mag.

Derweil hat Hansen bereits die nächste Dänemark-Tour „rot“ im Kalender angestrichen. Am 15. November geht es mit der 8. Klasse gemeinsam mit Delegationen der Beruflichen Schulen Eutin und Oldenburg sowie der Inselschule auf Fehmarn erneut über den Fehmarnbelt — allerdings noch per Fähre und zur ersten deutsch-dänischen Schulkonferenz nach Nykøbing auf Falster.

EU-Projekt
„Kult.kom“ (Kultur & Kommunikation) ist ein Interreg-IV-a-Projekt. Für die Sprachoffensive in der Fehmarnbelt-Region stehen 5000 Euro pro teilnehmende Schule zur Verfügung.

Zwischen Lübeck und Fehmarn genießen 500 Schüler an neun Schulen Dänisch-Unterricht.

Peter Mantik

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