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Ostholstein Kultkneipe: Der Abrissbagger kommt
Lokales Ostholstein Kultkneipe: Der Abrissbagger kommt
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14:17 19.04.2018
Ein Fehmaraner Abbruch- und Recycling-Unternehmen wird die Ruine entfernen. Quelle: Foto: Rosenkötter
Pelzerhaken

Neustadts Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider (SPD) teilte den LN auf Nachfrage mit, dass der Bebauungsplan Nummer 57 maximal zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss zulasse. Die Traufhöhe ist auf 6,50 und die Firsthöhe auf elf Meter über Normalnull begrenzt und somit deutlich niedriger als der auf der anderen Straßenseite liegende Gebäudekomplex. Diese Vorgaben sind nach LN-Informationen ein Grund, warum sich die Planung eines Neubaus noch hinziehen dürfte. Jeannette Pracher betonte, dass sie sich erst öffentlich äußern wolle, wenn es konkrete Informationen gebe. Sie gehe davon aus, dass 2018 nicht mehr gebaut werde.

Klar ist, dass die Abrissbagger in den kommenden Tagen anrollen werden. An dem Bauzaun, mit dem die Brandruine abgesperrt ist, hängen weiße Infozettel. Auf diesen werden die Nachbarn auf die anstehenden Arbeiten hingewiesen und sich für eventuelle Lärm- und Staubbelästigungen entschuldigt.

Dass die Überreste beseitigt werden, dürfte viele Pelzerhakener freuen. Auch wenn damit ein Stück Filmkulisse endgültig verschwindet. Schließlich fanden in der Kneipe Dreharbeiten für die 2014 eingestellte ZDF-Serie „Küstenwache“ statt. Vera Heß, Werkleiterin des Tourismus-Service Neustadt-Pelzerhaken-Rettin, bezeichnet den Abriss aus touristischer Sicht als sehr wichtig. Zur zukünftigen Nutzung sagt Heß: „Für die touristische Entwicklung Pelzerhakens ist ein Angebot wünschenswert, welches das bereits bestehende gut ergänzt.“

Was den Brand in der Nacht auf den 16. August verursacht hat, wird wahrscheinlich nie geklärt werden. Die Lübecker Oberstaatsanwältin Dr. Ulla Hingst hatte bereits im vergangenen Oktober mitgeteilt, dass die Untersuchungen keinerlei Hinweise auf den Einsatz von Brandbeschleunigern ergeben hätten. Als die Neustädter Feuerwehr gegen 3 Uhr eintraf, brannte das Gebäude bereits in voller Ausdehnung. Die Kameraden verhinderten ein Ausbreiten der Flammen auf angrenzende Bauten.

 Von Sebastian Rosenkötter

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