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Kulturknotenpunkt Holsteinische Schweiz

Plön/Eutin Kulturknotenpunkt Holsteinische Schweiz

Ministerin Spoorendonk gratuliert zum Verband mit Sitz in Plön.

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Gemeinsam stark: Ministerin Anke Spoorendonk überreicht den Bürgermeistern Jens Paustian (Plön, l.) und Klaus-Dieter Schulz (Eutin) die formelle Bestätigung, dass die Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz nun ein „Kulturknotenpunkt“ ist.

Quelle: Eckhard Meier

Plön/Eutin. Nun ist es offiziell: Die Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz mit Sitz in Plön trägt den Titel „Kulturknotenpunkt“ und ist damit die vierte Einrichtung dieser Art im nördlichsten Bundesland. Kultusministerin Anke Spoorendonk (SSW) übergab den entsprechenden Bescheid gestern an den Plöner Bürgermeister Jens Paustian und seinen Eutiner Stellvertreter Klaus-Dieter Schulz als Vorsitzende des kreisübergreifenden Zweckverbandes. Manchen erscheint der Begriff Kulturknotenpunkt etwas sperrig, doch der Titel ist nach Einschätzung der Ministerin gut gewählt. Mit einem Knoten werden bekanntlich Dinge verbunden — und genau das ist die Aufgabe der neuen Institution. „Wir wollen alle Kulturinitiativen dieser Region besser als bisher vernetzen“, betonte Spoorendonk, „und damit sicherstellen, dass Kultur nicht nur in den Zentren, sondern auch gleichermaßen im ländlichen Raum stattfindet.“

Weitere Kulturknotenpunkte bestehen an der Nordseeakademie in Leck, an den Volkshochschulen Dithmarschen und Meldorf und bei der Kulturstiftung Lauenburg in Mölln. Nach Ostholstein/Plön ist eine weitere Einrichtung in Pinneberg geplant. Neu am Knotenpunkt in Plön ist die enge Verzahnung mit dem Tourismus — eine nach Ansicht von Caroline Backmann folgerichtige Entwicklung. Die Leiterin der Touristinfo betonte: „Das Kulturangebot innerhalb der Holsteinischen Schweiz ist schon lange ein Reiseanlass für viele Menschen und ein überaus wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wir werden jetzt eine Vollzeitkraft eigens für diesen Bereich einstellen.“

Das Land fördert den Kulturknotenpunkt mit 20 000 Euro jährlich — und das für die Dauer von fünf Jahren. Dieser finanzielle Anschub sichert laut Bürgermeister Paustian die Nachhaltigkeit des Projektes und sorgt dafür, dass ihm nicht vorschnell die Puste ausgeht. Paustian betonte, es gehe jetzt darum, einen riesigen Sektor zu betreuen: „Ich will hier nicht von einem kleinen Pflänzchen sprechen — wir haben ja bereits eine große Pflanze, aber auch die kann noch reichlich wachsen.“ Nun komme es darauf an, die Vernetzung mit der Kunstszene hinzubekommen.

Paustian dankte der Ministerin, dass die Wahl auf Plön als kreisübergreifenden Standort gefallen sei. Dazu Spoorendonk: „Plön hat in der Bewerbung um den Knotenpunkt ein so überzeugendes Konzept vorgelegt, dass wir gar nicht anders konnten als so zu entscheiden.“ Spoorendonk wies darauf hin, dass die Arbeit im Knotenpunkt keineswegs die regionale Kulturarbeit ersetzen solle. Es gehe vielmehr darum, „Kreise und Kommunen weiter zu motivieren, eigene Kulturarbeit zu leisten“.

Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz unterstrich das Argument der Gemeinsamkeit: „In einem Verband steckt bei solchen Vorhaben einfach mehr Kraft dahinter.“ Und Jens Paustian ergänzte: „Vor dreißig Jahren wäre ein solches Projekt innerhalb einer ganzen Region ohne Rücksicht auf Kreis- und Gemeindegrenzen noch gar nicht denkbar gewesen. Umso schöner, dass es heute anders ist und wir zum Wohle aller an einem Strang ziehen.“

Die Ministerin war zuvor in Eutin gewesen. Dort wurden im Schloss zweimal 20000 Flyer an Caroline Herzogin von Oldenburg übergeben, die über Schloss- und Küchengarten informieren.

Herausgeber ist das Landesamt für Denkmalpflege, unterstützt werde das Projekt von der Gesellschaft zum Erhalt historischer Gärten, so die SPD-Landtagsabgeordnete Regina Poersch. mec

LN

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