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Ostholstein 25 000 Euro für den Feuerwehrnachwuchs
Lokales Ostholstein 25 000 Euro für den Feuerwehrnachwuchs
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18:31 26.01.2019
Die Aktion Hilfe im Advent war ein voller Erfolg. Die LN-Leser haben insgesamt 25 000 Euro für die Kinder- und Jugendfeuerwehren im Kreis Ostholstein gespendet. Nun fand die offizielle Übergabe statt (v. l.): Kreisjugendfeuerwehrwart Alexander Wengelewski, LN-Lokalchef Olaf Bartsch, Sparkassen-Filialleiterin Christina Hinz sowie ihr Mitarbeiter Volker Schinkewitz. Quelle: Sebastian Rosenkötter
Eutin

 Einen Monat lang haben die drei Ostholsteiner LN-Lokalredaktionen um Spenden für den Feuerwehrnachwuchs im Kreis geworben. Mit Erfolg: Im Rahmen der Aktion „Hilfe im Advent“ kamen 25 000 Euro zusammen. Die offizielle Übergabe an Kreisjugendfeuerwehrwart Alexander Wengelewski erfolgt in der Eutiner Sparkassenfiliale. Das Unternehmen ist seit Jahren ein enger Partner und beteiligte sich nicht nur mit einer Einzelspende in Höhe von 1000 Euro, sondern auch mit einer großzügigen Aufrundung des Endbetrags von 24 171,50 Euro auf eben 25 000 Euro.

Über 1000 Nachwuchsretter

Mehr als 1000 Kinder und Jugendliche engagieren sich in den vielen Freiwilligen Feuerwehren. Sie lernen Brandschutz kennen und erfahren, wie viel man als Team erreichen kann. Bei den Jüngeren steht vor allem die pädagogische Arbeit im Fokus, während die Älteren auf den Einsatz in der aktiven Wehr vorbereitet werden. Alexander Wengelewski bezeichnet die jungen Kameraden als wichtigste Nachwuchsquelle. Ohne diese müsste wohl in deutlich mehr Gemeinden über die Einführung von Pflichtfeuerwehren nachgedacht werden.

Olaf Bartsch, LN-Lokalchef in Ostholstein, betonte anlässlich der Spendenübergabe, dass die Leser die wichtige Rolle der Kinder- und Jugendabteilungen gern unterstützt hätten. „Wir danken auch der Feuerwehr sowie der Sparkasse Holstein für die Unterstützung unserer Aktion“, betonte er.

Der Feuerwehrnachwuchs in Ostholstein

Vier Wochen lang haben die LN Kinder- und Jugendabteilungen aus dem Kreis Ostholstein vorgestellt – hier eine Auswahl:

Der Auftakt: Mehr als 1000 Kinder engagieren sich.

So trainiert die Jugendfeuerwehr Neustadt.

Zu Besuch bei der Kinderfeuerwehr in Malente.

Eine Feuerwehrfrau fördert den Nachwuchs in Bad Schwartau.

Bei der Feuerwehr darf jeder mitmachen, so auch in Scharbeutz.

Auf Fehmarn gibt es die jüngste Jugendwehr.

Nachwuchs ist nicht einfach zu bekommen

Filialleiterin Christina Hinz hob ebenfalls die Bedeutung der Nachwuchsehrenamtler hervor. „Mein Mann ist selber Wehrführer und ich weiß, wie schwierig es ist, Aktive zu gewinnen.“ Schließlich gehe es darum, freie Zeit für die Gemeinschaft zu schenken. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sei ein wichtiger Beitrag. Die Jungen und Mädchen würden begleitet groß werden, ein schönes Miteinander erfahren und von erfahrenen Kameraden begleitet. Sparkassen-Mitarbeiter Volker Schinkewitz schob hinterher, dass das Ehrenamt seinem Unternehmen sehr am Herzen liege und man sich gerne an Aktionen beteilige.

Dass sich die wachsende Nachwuchsarbeit auszahlt, lässt sich in vielen Orten beobachten. Wengelewski berichtete von der höchsten Mitgliederzahl seit zehn Jahren, betonte aber auch: „Wir müssen dranbleiben und machen da ganz viel für. Dabei kann nicht alles aus der öffentlichen Hand finanziert werden.“ Umso wichtiger seien Aktionen wie „Hilfe im Advent“. „Herzlichen Dank an die Lübecker Nachrichten und vor allem an die Spender. Sie alle sind ein ganz wichtiger Partner für uns.“

Das Geld wird ausgeschüttet

In einem nächsten Schritt sollen die 25 000 Euro an die einzelnen Kinder- und Jugendwehren verteilt werden. „Wir werden das Geld nach dem Solidargedanken ausschütten. Keiner wird benachteiligt“, erklärte der Kreisjugendfeuerwehrwart. Das Geld soll für Fahrten, Ausflüge und andere Aktionen genutzt werden. Auch kann so Kindern aus Familien, die nur wenig Geld haben, die Teilnahme ermöglicht werden.

Positiv ist aus Sicht von Alexander Wengelewski, dass immer mehr Menschen bewusst ist, dass die Wehren im Kreis aus Ehrenamtlern bestehen. „Da gab es einen Wandel. Wir machen viel mehr Öffentlichkeitsarbeit und erreichen mit Hilfe der sozialen Medien einen ganz anderen Personenkreis als noch vor einigen Jahren“, sagt er. Dennoch müsse auch in Zukunft weiter Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Sebastian Rosenkötter

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