Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein LTE doch machbar? Telekom bietet Firmen schnelles Netz an
Lokales Ostholstein LTE doch machbar? Telekom bietet Firmen schnelles Netz an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:49 17.02.2016
Über Wochen und Monate hatte die Telekom Einwohnern in der Gemeinde Gremersdorf die Umstellung auf schnelles Internet via LTE-Funk vorenthalten - "technisch nicht machbar", hieß es zur Begründung: Jetzt aber wurde einer Autofirma in Gremersdorf genau das Produkt angeboten. Quelle: dpa

Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich bekanntlich nur schwer erklären lassen. Geschichten, Sagen und Legenden, die einer wissenschaftlichen Prüfung nur in den seltensten Fällen standhalten. Es gibt sie aber dennoch, die wahren Wunder. Gleich zwei hat jetzt die Telekom vollbracht.

Über Wochen und Monate hinweg hatte das Unternehmen mehreren Einwohnern in der Gemeinde Gremersdorf die Umstellung ihrer Verträge auf „Call & Surf via Funk“ oder „Magenta Zuhause Hybrid“ vorenthalten. Von der Umstellung hatten sich die Bürger ein deutlich schnelleres Internet versprochen (die LN berichteten). Die Zuversicht auf eine schnellere Datenbahn war auch durch frühere Aussagen der Telekom genährt, wonach der vor wenigen Wochen bei Goldkamp in Betrieb genommene Funkmast für einen ausreichend guten LTE-Empfang sorgen sollte.

Mit der Begründung „technisch nicht machbar“ hatte die Telekom jedoch nach „eingehender Überprüfung“ das Ansinnen der Bürger abgelehnt. Dann die Überraschung: Nur wenige Tage nach dem Erscheinen des LN-Artikels wurde einer Autofirma in Gremersdorf genau das Produkt angeboten, das zuvor wegen fehlender technischer Machbarkeit abgelehnt worden war.

Ein paar Tage später wurde auch bei Hans-Jürgen Ochsen das schnelle Internet via LTE-Funk freigeschaltet. Der Gremersdorfer hatte sich ebenfalls lange und ebenso erfolglos um ein schnelleres Internet bemüht. Funkamateur Uwe Schmidt hatte dem Gremersdorfer bei der Installation des neuen Routers geholfen und erstattete den LN jetzt Bericht: „Wir waren total erstaunt, dass Herr Ochsen auf einmal im Internet dieses Produkt für sich freischalten lassen konnte. Zuvor war das nicht möglich.“ Noch mehr staunte Schmidt über den vor Ort vorgenommenen Speed-Test: „56 Megabit pro Sekunde. Das ist wahnsinnig schnell.“

„Die Physik lässt sich nunmal nicht überlisten — weder von der Telekom, noch von den LN“, hatte Telekom-Pressesprecher George-Stephen McKinney seinerzeit entrüstet als Reaktion auf die LN-Berichterstattung geschrieben. Einer von beiden kann es offensichtlich doch. Da die LN es nicht waren, wollen wir großzügig der Telekom diesen Triumph überlassen.

tk

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige